© 1998-2014 by
Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Montag, 13.01.2014 12:15

Komponist

Ferdinand Hiller

Ferdinand Hiller
 

Vita

Ferdinand Hiller wurde am 24. Oktober 1811 in Frankfurt am Main geboren. Sein musikalisches Talent wurde früh erkannt, und bereits mit zehn Jahren war sein Klavierspiel so fortgeschritten, dass er mit einem Konzert Mozarts auftreten konnte. Mit dem gleichaltrigen Felix Mendelssohn Bartholdy war Hiller bereits jetzt bekannt, dieser empfahl ihn dann auch an den großen Klavierlehrer Johann Nepomuk Hummel, bei dem der junge Mann weiteren Unterricht bekam. 1828 wandte sich Hiller, nach einem kurzen Intermezzo in Wien, nach Paris, wo er acht prägende Jahre seines Lebens verbrachte. Hiller war hier mit zahlreichen bedeutenden Komponisten und Denkern seiner Zeit bekannt und befreundet, die sowohl sein Klavierspiel rühmten als auch seine Kompositionen schätzten. Darunter befand sich auch Frédéric Chopin, für den sich Hiller nach dessen Tod einsetzte. Nach einem kurzen Aufenthalt in seiner Geburtsstadt hielt sich Hiller von 1837 bis 1842 vornehmlich in Italien auf, wo er die erhabene Kunst Palestrinas kennen lernte. Als angesehener Komponist ließ er sich 1844 in Dresden nieder, wo er freundschaftliche Kontakte zu Robert Schumann und Richard Wagner pflegte. 1847 schließlich wurde Hiller nach Düsseldorf berufen, wo er die Konzerte des Musikvereins zu leiten hatte, und 1850 wechselte er nach Köln. Schumann hatte seine neue Stellung in Düsseldorf Hillers Fürsprache zu verdanken. In Köln leitete Hiller die Gürzenich-Konzerte, für die er namhafte Komponisten und Solisten einlud. In Düsseldorf baute er die Musikschule zu einem einflussreichen Konservatorium, an dem er selbst als Lehrer wirkte, aus. Konzerttourneen und publizistische Tätigkeiten ergänzten Hillers Tätigkeitsbereiche; zahlreiche Ehrungen kamen im Alter hinzu. Nach schwerer Krankheit starb Hiller am 11. Mai 1885 in Köln.

Als eine in ihrer Wichtigkeit kaum zu unterschätzende Persönlichkeit des Musiklebens im 19. Jahrhundert, die mit einem Großteil der damaligen Musikwelt befreundet war, muss die umfangreiche erhaltene Korrespondenz als wertvollste Quelle für den Musikforscher gelten. Ohne die Qualität von Hillers kompositorischem Schaffen schmälern zu wollen, ist es doch primär dieser Corpus an Briefen, der ungebrochenen Wert für die Nachwelt besitzt. Neben zahlreichen kleineren Klavierstücken, in deren Betitelung Hiller dem Freund Chopin folgte, komponierte er auch Opern, mit denen er wenig Erfolg hatte, sowie - mit größerem Erfolg - geistliche Oratorien (Die Zerstörung Jerusalems, Saul).

 

 


Titel in der Edition Dohr

Coverabbildung Inhalt

Klaviersonaten
Sonate Nr. 1 op. 47; Sonate Nr. 2 As-Dur op. 59; Sonate Nr. 3 g-Moll op. 78

hrsg. von Oliver Drechsel

(Denkmäler rheinischer Musik Bd. 35)

M-2020-2151-4
EURO **,--
(erscheint 2013)


zurück zum Seitenanfang


Titel im Verlag Dohr

Matthias Wendt

Familienvater und Flaneur. Zum Dresdenbild Ferdinand Hillers und Robert Schumanns

in: Schumann und Dresden. Bericht über das Symposion "Robert und Clara Schumann in Dresden - biographische, kompositionsgeschichtliche und soziokulturelle Aspekte" in Dresden vom 15. bis 18. Mai 2008, hrsg. von Thomas Synofzik und Hans-Günter Ottenberg

(= Studien zum Dresdner Musikleben im 19. Jahrhundert, Band 1)

464 S., zahlreiche Abbildungen und Notenbsp., Register. Leinen mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-936655-88-9 EURO 69,80


zurück zum Seitenanfang

Veröffentlichungen in der Reihe "Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte"

Coverabbildung Inhalt

Aus Ferdinand Hillers Briefwechsel, Bd. I (1826-1861)

hrsg. von Reinhold Sietz

203 S.

Köln: Arno Volk 1958
(BRM 28)
vergriffen

Coverabbildung Inhalt

Aus Ferdinand Hillers Briefwechsel,
Bd. II (1862-1869)

hrsg. von Reinhold Sietz

161 S.

Köln: Arno Volk 1961
(BRM 48)
EURO 15,--

Coverabbildung Inhalt

Aus Ferdinand Hillers Briefwechsel, Bd. III (1870-1875)

hrsg. von Reinhold Sietz

200 S.

Köln: Arno Volk 1964
(BRM 56)
EURO 15,--

Coverabbildung Inhalt

Aus Ferdinand Hillers Briefwechsel, Bd. IV (1876-1881)

hrsg. von Reinhold Sietz

197 S.

Köln: Arno Volk 1965
(BRM 60)
EURO 15,--

Coverabbildung Inhalt

Aus Ferdinand Hillers Briefwechsel, Bd. V (1882-1885)

hrsg. von Reinhold Sietz

195 S.

Köln: Arno Volk 1966
(BRM 65)
EURO 15,--

Coverabbildung Inhalt

Aus Ferdinand Hillers Briefwechsel, Bd. VI (Auerbach, Levi, Pasqué, Stockhausen, Gade)

hrsg. von Reinhold Sietz


185 S.

Köln: Arno Volk 1968
(BRM 70)
EURO 15,--

Coverabbildung Inhalt

Aus Ferdinand Hillers Briefwechsel, Bd. VII (Gernsheim, Verleger; Diverse; Register)

hrsg. von Reinhold Sietz

167 S.

Köln: Arno Volk 1970
(BRM 92)
EURO 15,--

Coverabbildung Inhalt

Paul Mies

Ferdinand Hiller: „Ghaselen“ für Klavier

in: Studien zur Musikgeschichte des Rheinlandes IV, hrsg. von Klaus Wolfgang Niemöller

158 S.

Köln: Arno Volk 1975
(BRM 112)
EURO 18,--

Coverabbildung Inhalt

Reinhold Sietz

Anton Schindler und Ferdinand Hiller in ihren persönlichen Beziehungen. Mit zwei ungedruckten Briefen Schindlers

in: Studien zur Musikgeschichte des Rheinlandes. Festschrift zum 80. Geburtstag von Ludwig Schiedermair, hrsg. von Willi Kahl, Heinrich Lemacher und Joseph Schmidt-Görg

159 S.

Köln: Arno Volk 1956
(BRM 20)
EURO 18,--

Coverabbildung Inhalt

Reinhold Sietz

Ferdinand Hiller und Moritz Hartmann

in: Studien zur Musikgeschichte des Rheinlandes (III). Festschrift Heinrich Hüschen zum 50. Geburtstag, hrsg. von Ursula Eckart-Bäcker

156 S.

Köln: Arno Volk 1965
(BRM 62)
EURO 18,--

Coverabbildung Inhalt

Reinhold Sietz

Die musikalische Gestaltung der Loreleysage bei Max Bruch, Felix Mendelssohn und Ferdinand Hiller

in: Max-Bruch-Studien. Zum 50. Todestag des Komponisten, hrsg. von Dietrich Kämper

182 S.

Köln: Arno Volk 1970
(BRM 87)
EURO 20,--


zurück zum Seitenanfang