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Max Bruch wurde am Dreikönigstag 1838 in der Domstadt Köln geboren. Bereits 1852 erklang eine erste Sinfonie aus seiner Feder in seiner Geburtsstadt. Zunächst in Köln tätig, verließ Bruch nach dem Tode seines Vaters (1861) das Rheinland, ohne je den Kontakt zur Heimat - hier besonders zur Bergisch Gladbacher Industriellen- und Mäzenaten-Familie Zanders - aufzugeben. Bruch bekleidete wichtige Ämter in Koblenz, Sondershausen, Bonn und wiederholt in Berlin, weilte aber auch u. a. mehrere Jahre in Liverpool.
Für die Komposition der "Vier Stücke für Violoncell mit Begleitung des Pianoforte" op. 70, von denen auf DCD031 die Aria in einer Solo-Fassung (Dietmar Berger) erklingt, zog er seinen Freund, den Cellisten Robert Hausmann, als Berater heran. Hausmann nahm bei Bruch offenbar eine ähnliche Rolle wie bei Johannes Brahms ein, der auf Anregung des Cellisten seine Sonate F-Dur für Violoncello und Klavier op. 99 schrieb.
Der kleine, recht unbekannt gebliebene Zyklus op. 70 entstand im Herbst 1896. In einem Brief vom 15. Oktober 1896 bat Bruch darum, seinem Verleger Simrock nicht zu verraten, dass das erste Stück - also die Aria - eigentlich von seinem ältesten Sohn Max Felix (1884-1943) stamme: „Erwähnen Sie auch, bitte, bei S.[imrock] nichts davon, daß der Hauptsatz des A-moll-Adagio's im Wesentlichen von meinem Jungen herrührt; es ist wohl besser, wir behalten das einstweilen für uns!“
Wir haben es also - erst recht durch die Reduktion auf die Cello-Stimme - bei der "Arie" mit Musik von Max Felix Bruch zu tun.
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Noten
- Vier Stücke op. 70, für Violoncello solo eingerichtet von Dietmar Berger
ISMN M-2020-1459-2
EUR 9,80
Tonträger
- Aria, aus "Vier Stücke für Violoncello mit Begleitung des Pianoforte" op. 70, für Violoncello allein bearb. von Dietmar Berger
in: Rheinische Cellomusik. Dietmar Berger, Violoncello solo (DCD 031)
(P) 2006 EURO 18,50

- Karl Gustav Fellerer: Max Bruch 1838-1920. Köln: Arno Volk 1974. 196 S. (BRM 103)
EURO 20,--
- Karl Gustav Fellerer: Aus Max Bruchs Briefwechsel mit Emil Kamphausen, in: Studien zur Musikgeschichte des Rheinlandes. Festschrift zum 80. Geburtstag von Ludwig Schiedermair, hrsg. von Willi Kahl, Heinrich Lemacher und Joseph Schmidt-Görg. Köln: Arno Volk 1956 (BRM 020)
EURO 18,--
- Dietrich Kämper (Hg.): Max-Bruch-Studien. Zum 50. Todestag des Komponisten. Köln: Arno Volk 1970. 182 S. (BRM 087)
EURO 20,--
- Ewald Bruch: Persönliche Erinnerungen an meinen Vater Max Bruch
- Reinhold Sietz: Die musikalische Gestaltung der Loreleysage bei Max Bruch, Felix Mendelssohn und Ferdinand Hiller
- Paul Mies: Zur Entstehung des "Frithjof, Szenen aus der Frithjofsage von Esaias Tegnér" op. 23 von Max Bruch
- Wilhelm Lauth: Entstehung und Geschichte des ersten Violinkonzertes von Max Bruch
- Klaus Wolfgang Niemöller: Der Recitativo-Satz in Max Bruchs zweitem Violinkonzert. Gedanken zu Instrumentalrezitativ und musikalischer Prosa im 19. Jahrhundert
- Martin Geck: Max Bruchs weltliche Oratorien
- Imogen Fellinger: Zur Entstehung von Bruchs "Moses“
- Udo Wagner: Max bruchs "Stücke für Violoncello mit Begleitung des Pianoforte“ op. 70
- Wilhelm Lauth: Max Bruchs Anschauungen über Volksmusik
- Reinhold Sietz: Max Bruch als Preisrichter
- Hans-Josef Irmen: Max Bruch und Josef Rheinberger. Ein Beitrag zur Situation der musikalischen Konservative in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
- Herbert Krey: Max Bruch und Bergisch Gladbach
- Dietrich Kämper: Verzeichnis der Autographen des Kölner Max-Bruch-Archivs
- Christa Börner: Bibliographie des Schrifttums über Max Bruch
- Max Bruch: 1. Über die Oper „Loreley“ und meine sonstigen dramatischen Bestrebungen; 2. Ausgewählte Briefe an Robert Hausmann; 3. Werkregister
- Willi Kahl: Zur Barmer Erstaufführung des "Odysseus" von Max Bruch, in: Beiträge zur Musikgeschichte der Stadt Wuppertal, hrsg. von Karl Gustav Fellerer. Köln/Krefeld: Staufen 1954 (BRM 005)
EURO 18,--
- Siegfried Kross: Max Bruch als Student in Bonn, in: Studien zur Musikgeschichte des Rheinlandes (II), FS Karl Gustav Fellerer zum 60. Geburtstag, hrsg. von Herbert Drux, Klaus Wolfgang Niemöller und Walter Thoene. Köln: Arno Volk 1962 (BRM 052)
EURO 22,--
- Wilhelm Lauth: Max Bruchs Instrumentalmusik. Köln: Arno Volk 1967. 155 S. (BRM 068)
EURO 15,--
- Eberhard Ronnewinkel: Zur Entstehung und Geschichte der Orchestersuiten Max Bruchs, in: Ursula Eckart-Bäcker: Studien zur Musikgeschichte des Rheinlandes (III). FS Heinrich Hüschen zum 50. Geburtstag. Köln: Arno Volk 1965 (BRM 062)
EURO 18,--
- Claudia Valder-Knechtges: Max Bruch und Richard Strauss im Briefwechsel über die sinfonische Fantasie "Aus Italien" op. 16, in: Aspetti musicali. Musikhistorische Dimensionen Italiens 1600 bis 2000. Festschrift für Dietrich Kämper zum 65. Geburtstag, hrsg. von Norbert Bolin, Christoph von Blumröder und Imke Misch.
ISBN 978-3-925366-83-3
EURO 49,80
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