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Komponist

Werke in der Edition Dohr

Georg Schmitt

Georg Schmitt

Georg (Georges) Schmitt wurde am 11. März 1821 in Trier geboren und starb am 7. Dezember 1900 in Paris. Er ist als Komponist des Mosellieds und eines Rheinlieds bekannt, hat aber außerdem zahlreiche Orgel- und Klavierwerke, Lieder, Motetten, Messen, großangelegte Oratorien und sogar Operetten geschaffen. Bereits als elfjähriger Knabe trat er die Nachfolge seines Vaters als Trierer Domorganist an.

1845 übersiedelte Georg Schmitt nach Paris, wo er nach weiteren Studien bald wieder als Organist arbeitete. Von 1850 bis 1863 war er Titularorganist in St. Sulpice, wo er den Bau der später durch Charles-Marie Widor berühmt gewordenen großen Cavaillé-Coll-Orgel initiierte. 1863 wechselte er nach St. Germain-des-Prés und später nach St. Joseph des Allemands, wo er bis zu seinem Lebensende wirkte. Neben seinem Organistenamt war er auch Orgellehrer an der Kirchenmusikschule von Louis Niedermeyer; er setzte sich für den Gregorianischen Choral ein und arbeitete für mehrere Musikzeitschriften. Schmitt veröffentlichte ein Standardwerk zur Orgelgeschichte, -technik und -musik und gab mehrere Bände mit Orgelwerken heraus.

Anlässlich des Eröffnungskonzertes der internationalen Orgeltage 2010 im Trierer Dom spielte Josef Still am 18. Mai 2010 auch das Magnificat solenelle von Georg Schmitt. Im Trierischen Volksfreund hieß es: "Für manch einen mochte das manchmal fast schon operettenhafte Wesen des Werks befremdlich sein und zum Schmunzeln verführen. Still traf aber genau den Punkt und präsentierte auf exzellente Art eine ausgereifte Komposition. Alleine schon für den Mittelteil mit den Trierer Komponisten hatte sich der Besuch des Abends gelohnt." (gkl, Ausgabe vom 19. Mai 2010)

Notenausgaben

  • Grand Offertoire für Orgel, hg. von Guido Johannes Joerg
    ISMN M-2020-1994-8
    EURO 9,80
  • Magnificat solennel. Grand Choeur für Orgel, hg. von Guido Johannes Joerg
    ISMN M-2020-1993-1
    EURO 12,80
  • Offertoire. Grand Choeur für Orgel, hg. von Guido Johannes Joerg
    ISMN M-2020-1992-4
    EURO 7,80
  • Toccata für Klavier (Orgel), hg. von Guido Johannes Joerg
    ISMN M-2020-1995-5
    EURO 7,80
  • Zwei Transkriptionen über Themen von Gioachino Rossini für Klavier (Le Barbier de Seville, Caprice op. 24 [1856] über Themen aus Gioachino Rossinis Bühnenwerk "Il barbiere di Siviglia"; Prière d'Othello, Petite Fantaisie Facile op. 25 über die Preghiera "Deh calma, o ciel" aus Gioachino Rossinis Bühnenwerk "Otello"), herausgegeben von Guido Johannes Joerg
    ISMN M-2020-2263-4
    EURO 16,80

Pressestimme

Sammelbesprechung der Neuausgabe der vier Orgelwerke:

"Georg Schmitt (1821-1900) stammt aus Trier, war dort von 1835 bis 1842 Domorganist und später Organist an der damals größten Orgel der Welt an St. Sulpice in Paris, als Vorgänger des berühmten Louis James Alfred Lefébure-Wély. Dessen bekanntestes Werk 'l'organiste moderne' war wohl einer von Schmitt herausgegebenen Sammlung mit dem Titel 'Musée de l'Organiste' nachempfunden, der die hier vorgelegten Werke entnommen sind. Die meisten Orgelwerke können sich mit denen seines Amtsvorgängers durchaus messen. Das aus mehreren kontrastierenden Abschnitten bestehende 'Grand Offertoire' (E-Dur) ist – wie das 'Final' von César Franck – Lefébure gewidmet und stellt wie jenes auch eine gewisse Art von Parodie dar. Das ebenso klangprächtige Offertoire (Es-Dur) arbeitet mit vollgriffigen Akkorden in der Setzweise von Lemmens. Die Toccata op. 167 für Klavier oder Orgel wirkt dagegen etwas blasser." (wn, in: Kirchenmusik im Bistum Limburg 1/2010)

aktualisiert Donnerstag, 8. März 2012
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