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Christina Drexel
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Carlos Kleiber ... einfach was dasteht! Mit einem Geleitwort von Ioan Holender. 330 S., zum Teil farbige Abb., Register, Hardcover
ISBN 978-3-936655-89-6
EURO 34,80
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"Carlos Kleiber, einer der größten Dirigenten
überhaupt, hat in der Kunst das gesucht,
was niemand findet: das Absolute."
(Aus dem Geleitwort von Ioan Holender)
Der Dirigent Carlos Kleiber (1930-2004) genoß bei Fachleuten und Publikum höchstes Ansehen. Seine Video- und Audioproduktionen gelten ausnahmslos als Referenzaufnahmen. Die vorliegende Studie widmet sich der Arbeits-, Dirigier- und Musizierweise des genialen Künstlers. Ausgehend von der Beschreibung seiner Vorbereitung auf die Werke und der Untersuchung seines persönlichen Dirigierstils werden im Rahmen von Analysen Vergleiche mit Erich Kleiber, Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Arturo Toscanini, Wilhelm Furtwängler u. a. angestellt.
Die Schrift beinhaltet eine kurze Biographie sowie einen Abschnitt über die Problematiken auf diesem Gebiet der Interpretationsforschung, da beispielsweise bei Aufnahmenvergleichen von nie konstanten Voraussetzungen wie der Tagesverfassung der Mitwirkenden ausgegangen werden muß. Auch technische Faktoren, so etwa der Verständigungsmechanismus zwischen Dirigent und Orchester, sind schwer nachweisbar, was Schriften verschiedenen Genres über das Dirigieren und Dirigenten sowie Presseartikel und Berichte über Carlos und Erich Kleiber verdeutlichen. Dennoch liefert z. B. die Auswertung einer für die Studie durchgeführte Umfrage unter Musikern des Bayerischen Staatsorchesters und der Sächsischen Staatskapelle über die Zusammenarbeit mit Carlos Kleiber signifikante Resultate.
Der Schwerpunkt der Monographie liegt auf der Untersuchung des Dirigiervorganges, wie er als charakteristisch für Carlos Kleiber gelten kann. Anhand von Beispielen wird z. B. das Quellenstudium des Dirigenten eingehend beschrieben. Ebenso wird eine Untersuchung zur Beschäftigung Carlos Kleibers mit dem Notentext und Eintragungen in das Orchestermaterial angestellt. Ein weiterer Abschnitt widmet sich der Reflexion des Dirigenten über den Notentext und die vom Komponisten vorgeschriebenen Metronomzahlen, worauf sich eine Überlegung zu Carlos Kleibers Probentechnik anschließt. Erkenntnisse über den persönlichen Dirigierstil Carlos Kleibers ergeben sich schließlich aus einer Analyse seiner Dirigierbewegungen in Verbindung mit der Charakterisierung des Orchesterklanges. Zentrale These der Schrift ist die Einzigartigkeit des individuellen Stils und Orchesterklanges jedes Dirigenten, weshalb der in einem finalen Resümee unternommene Versuch einer eindeutigen Einordnung Carlos Kleibers innerhalb dreier durch die Musikwissenschaft definierten Strömungen zu keinem eindeutigen Ergebnis führen kann. Die Studie bestätigt den einzigartigen Rang Carlos Kleibers und würdigt seinen bedingungslosen, intensiven Einsatz für eine dem Werkcharakter entsprechende Wiedergabe musikalischer Meisterwerke.
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(Cover anklicken zum Vergrößern)
Das Inhaltsverzeichnis der nebenstehenden Publikation steht hier als pdf-Dokument zum Download bereit:
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Pressestimme
"Zwei Jahre nach Alexander Werner wartet nun auch Christina Drexel mit einem umfangreichen Buch über den Dirigenten Carlos Kleiber (19302004) auf. Wie damals Werners Band, ist auch Drexels Buch sehr zu empfehlen. Dem interessierten Leser wird angeraten, sich beide Abhandlungen anzuschaffen. Das lohnt sich nicht zuletzt deswegen, weil beide Bücher unterschiedliche Schwerpunkte aufweisen. Stand bei Werner eine umfangreiche Biographie des genialen Pultgiganten Kleiber im Vordergrund, so ist das Ziel von Christina Drexel 'die Annäherung an das Profil der vom Dirigenten geschaffenen Klangkunstwerke aufgrund einer universalen Betrachtung möglichst aller relevanten Aspekte' (S. 4). Zwar wartet auch sie mit einem kleinen biographischen Teil auf, der Schwerpunkt ihrer Arbeit gilt jedoch der Ergründung des musikalischen Geheimnisses des Dirigenten. 'Der unverwechselbare Ausdruck des persönlichen, unnachahmlichen Dirigierstils Carlos Kleibers und sein Interpretationskonzept' (S. 4) interessieren die Autorin. Diesen Gesichtspunkten spürt sie akribisch nach. [...] Einfühlsam zeichnet die Autorin das Bild eines nicht immer einfachen, sehr selbstkritischen und arbeitseifrigen Dirigenten, der sowohl von der Presse als auch vom Publikum in höchstem Maße geschätzt wurde. Über seine Arbeitsweise geben auch im Anhang abgedruckte Interviews mit Zeitzeugen fast alle Orchestermusiker Aufschluss. [...]." Ludwig Steinbach, in: Forum Musikbibliothek 3/2010, S. 273f.)
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