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Anke Steinbeck

Jenseits vom Mythos Maestro. Dirigentinnen für das 21. Jahrhundert. 220 S., 16 Abb., Hardcover
ISBN 978-3-936655-74-2
EURO 27,80

Traumberuf Dirigentin – schon längst ist dies kein frommer Wunsch mehr. Spätestens mit dem Amtsantritt von Simone Young in Hamburg und ihrer Monographie wurde deutlich: Dirigentin sein, bedeutet nicht mehr, Ausnahme sein. Inzwischen sind Hochschulen mit angehenden Maestras gut gefüllt, sind junge Dirigentinnen wie Xian Zhang, Shi-Yeon Sung, Anu Tali oder Kristiina Poska in die Fußstapfen der Vorreiterinnen getreten. Ziel des vorliegenden Buches ist es, eine kritische Rückschau auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zu halten und Entwicklungen im einst männerdominierten Orchesterbetrieb aufzuzeigen. Der anstehende Strukturwandel, in dem sich die Orchesterlandschaft befindet, bietet neben vielen Risiken auch eine neue Chance für junge Dirigentinnen und Dirigenten, mit dem veralteten Rollenbild des "Mythos Maestro" aufzuräumen.




(Cover anklicken zum Vergrößern)

Das Inhaltsverzeichnis steht online als pdf-Dokument bereit:

Pressestimme

"[...] Immer mehr junge Frauen besuchen die Hochschulen mit dem Ziel, Dirigentin werden zu wollen, was bedeutet, dass sich die einst so männerdominierte Orchesterwelt strukturell ändert und neue Perspektiven sich aufzeigen. Wir bewegen uns heute schon 'Jenseits vom Mythos Maestro', auch wenn noch nicht alle Musikliebhaber diesen Umstand verinnerlicht haben. Anke Steinbeck schaut zurück und beschreibt in ihrem Buch, das 2009 als Dissertation angenommen wurde, die Entwicklungsgeschichte des Strukturwandels in der Orchesterwelt mit kritischem Blick. Dementsprechend wissenschaftlich ist der Ansatz, was jedoch nicht bedeutet, dass der Leser sich durch langweilige empirische Erhebungen zu kämpfen hat, im Gegenteil: ihr Stil ist kurzweilig, aber fundiert. Sie schildert die Wege der Frauen in der Musikgeschichte, die sich als Sängerinnen, Instrumentalistinnen und sogar vereinzelt als Dirigentinnen ab dem 18. Jahrhundert etablieren konnten. Der Emanzipation in den 1970er Jahren ist ein ganzes Kapitel gewidmet, das die Grundlage bildet für die folgenden Kapitel, in denen sie die Dirigentinnen der Gegenwart und deren Chancen durch einen neuen Feminismus beschreibt. Auch die Medien, die insbesondere im Hinblick auf den Dirigentenberuf eine nicht unbedeutende Rolle spielen, nimmt sie in den Blick. Im letzten Kapitel kommt sie dann doch, die empirische Untersuchung: Orchestermusiker wurden befragt über die Sonderrolle von Dirigentinnen im Alltag.[...] Zusätzlich zu einem ausführlichen Quellenverzeichnis enthält das Buch einen Anhang mit Interviews, dem Erhebungsbogen und einem Register. Anke Steinbeck hat eine sorgfältig gearbeitete wissenschaftliche Arbeit vorgelegt, die nicht nur für Musiker interessant sein dürfte; sie beschäftigt mit dem gesellschaftlichen Dauerbrennerthema der benachteiligten Frauen in der Berufswelt. Insofern ein wichtiges Buch, das ein kleiner Baustein sein kann, die Gesellschaft hinsichtlich der veränderten Struktur von Frauen im Beruf wachzurütteln." Barbara Wolf (in: Forum Musikbibliothek 3/2010, S. 281f.)

aktualisiert Mittwoch, 13. Juli 2011
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