|
Pressestimmen
"Im Gegensatz zu Friedrich Burgmüller, den die meisten Klavierschüler seit ihren ersten Fingerübungen kennen, ist sein Bruder Norbert Burgmüller (1810-1836) heute weit weniger bekannt. Glaubt man den Zeugnissen seiner Zeitgenossen, so ist einzig sein tragischer Tod schuld daran. [...] Klaus Martin Kopitz bringt dem Leser dieses vergessene Talent nun näher. Nach einem aufwändigen Quellenstudium gelingt ihm eine umfassende Biografie des kurzen Musikerlebens, die zwar mit Lücken auskommen muss, aber Überraschendes bereithält: Denn Kopitz stützt sich auf deutliche Anzeichen, dass Burgmüllers Vater 1789 und 1790 der Lehrer Ludwig van Beethovens gewesen sei. Und außerdem vermutet er, dass Burgmüllers Mutter das Vorbild für Beethovens 'Leonore' war - die Oper, die später als 'Fidelio' bekannt wurde. 'Die biographischen Fakten aller zu berücksichtigenden Personen ergänzen sich geradezu ideal, wie bei einem Puzzle passen sämtliche Daten widerspruchslos zueinander und erklären sich gegenseitig', schreibt Kopitz. Und so wird aus der Burgmüller-Biographie eher eine Beethoven-Enthüllung: Unter anderem ein Schriftstück, auf dem sich Beethoven und Burgmüllers Mutter gemeinsam verewigten, dient als Hinweis auf eine heimliche Liebe des großen Komponisten, die den Anstoß für den 'Fidelio' gegeben haben soll." (Olaf Dittmann in: Der Pianist 03/2009, S. 45)
"Aus dem biographischen Nonplusultra von Kopitz, seiner Dissertation, mit vielen unbekannten Details zu Leben und Werk des Düsseldorfer Meisters ist auch zu erfahren, in welchem Verhältnis die Familie Burgmüller zu Beethoven und Mendelssohn stand. Der Band ist zwar schon etwas älter, aber nach wie vor im Handel erhältlich, mittlerweile zu beziehen über den Verlag Dohr. Das Buch liest sich erstaunlich und erfreulich flüssig. Bereits die Überschriften lassen eine spannende Lebensgeschichte erwarten: im Grunde chronologisch aufgebaut, wechseln lebendige Werkanalysen mit Fakten und Anekdoten, die durchweg auf Quellenbefund fußen. Der erste Eindruck einer mit kriminalistischem Spürsinn recherchierten Lebens- und Lebenswerkbeschreibung wird nicht enttäuscht. [...]" (Manfred Sailer, in: Forum Musikbibliothek 3/2010, S. 263)
|