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Franz Joseph Lütter
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Die Musikerfamilie Nisle, hrsg. von Christian Vitalis. 208 S., zahlreiche Abb., Werkverzeichnis. Hardcover
ISBN 978-3-936655-29-2
EURO 19,80
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Inhalt
Christian Vitalis
Franz Joseph Lütter
- Die Musikerfamilie Nißle
- Johannes Nißle (1735-1788)
- Johann Wilhelm Friedrich Nißle (1768-1839)
- Johann Martin Friedrich Nißle (1780-1873)
- Lexikoneinträge bis 1910
- Frankfurter Concert-Chronik von 1713-1780
- Zeitgenössische Rezensionen
- Zeugnisse Johann Martin Friedrich (Jean) Nisles
Franz Joseph Lütter
Christian Vitalis
- Verzeichnis der Werke von Johann Martin Friedrich Nisle
Charlotte Krüger
- Briefe an Franz Joseph Lütter
Johann M. F. Nisle
- Erinnerungen aus Wien, Ungarn, Sicilien und Italien
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Johann Martin Friedrich Nisle (1870-1873), Mitglied der berühmten Musiker- bzw. Hornistenfamilie Nisle aus Geislingen an der Steige, führte ein höchst abwechslungsreiches Leben. Zu Beginn seiner Karriere vom Vater als Wunderkind herumgereicht, machte er sich zunehmend als Komponist nun alternierend als „Jean“ oder „Giovanni“ Nisle publizierend von mehr als 50 im Druck erschienenen Werken einen Namen. Auf einer großen Reise, die ihn schließlich ins sizilianische Catania führen sollte, gelang es ihm, bei Ludwig van Beethoven in Wien vorzusprechen und ihm vorzuspielen.
Der Tod von J. M. F. Nisle lag bisher im Dunkeln. Während die frühe Forschung seinen Tod „nach 1835“ annahm und aktuelle Lexika „ca. 1861“ vermerken, weist Franz Joseph Lütter im Rückgriff auf die Familienforschung von Charlotte Krüger geb. Nisle nunmehr das Jahr 1873 als das korrekte Todesdatum nach.
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Pressestimme
"Wer sich in einschlägigen Musiklexika über die Mitglieder der hornspielenden Musikerfamilie Nisle (Nißle) ein Bild machen will, wird sich zunächst der Tatsache gegenüber sehen, dass die Zuordnung einzelner Fakten sei es biographischer Art oder auf Kompositionen bezogen in der Vergangenheit nicht ganz einfach war und auch noch ist. Der 2003 vorzeitig verstorbene Pianist Franz Joseph Lütter hat sich in einem fragmentarisch gebliebenen Dissertationsprojekt mit diesen Unklarheiten auseinandergesetzt und in vielen Punkten Klarheit gewinnen können. Der von Christian Vitalis ergänzte und edierte Band dokumentiert die Arbeit Lütters. Der eigentliche Anteil Lütters an der vorliegenden Publikation ist jedoch erstaunlicherweise relativ gering nach 62 von 208 Seiten erschöpft sich seine Arbeit. Dieser Teil enthält zunächst einen überzeugenden, unter Heranziehung von Archivmaterialien wie Briefen und Kirchenbucheinträgen erstellten biographischen Abriss zur Familie Nißle. Es folgt dann die unkommentierte Wiedergabe einiger älterer Lexikon-Einträge (Eitner, Gerber, Schilling usw.) sowie einiger zeitgenössischer Rezensionen, welche aber lediglich die eingangs angesprochenen Probleme der Zuordnung unterstreichen. Nicht abgedruckt sind leider die im biographischen Teil in den Anmerkungen genannten Briefe und Dokumente; auch eine 'Stammtafel' oder eine ähnliche graphische Darstellung der verwandtschaftlichen Verhältnisse wäre an dieser Stelle vielleicht angebracht gewesen. […]
Der zweite Teil des Buches widmet sich der Wiedergabe der Korrespondenz der genannten Charlotte (Lotte) Krüger an Franz Joseph Lütter und dokumentiert auf diese Weise ein Stück weit die Forschungsgeschichte, die zu den biographischen Erkenntnissen des ersten Teils geführt hat. Leider bleibt diese Dokumentation jedoch relativ einseitig, da die Anfragen und Antworten Lütters nicht mit abgedruckt sind und sich nur aus dem Kontext heraus erahnen lassen. Aber bei genauem Betrachten erweisen sich die abgedruckten Briefe als höchst aufschlussreich, enthalten sie doch zahlreiche ergänzende Detailinformationen und Gedankengänge, die der erste Teil des Buches manchmal vermissen lässt; hier zeigt sich auch, dass Charlotte Krüger ein nicht geringer Teil der Forschungsergebnisse zuzuschreiben sein dürfte. Den Abschluss des insgesamt übersichtlich, jedoch schlicht aufgemachten und mit nur wenigen Abbildungen und Notenbeispielen durchsetzten Bandes bildet der Abdruck der in der 'Berliner Allgemeinen Musikzeitung' in acht Teilen erschienenen 'Erinnerungen aus Wien, Ungarn, Sicilien und Italien' Johann Martin Friedrich Nisles (1829)." (Bernd Krause, in: Die Tonkunst 3/2008, S. 385f.)
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