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Etwas salopp könnte man sagen: Beethovens
Ideen reichten weiter als seine Klaviatur. (Noch
bis 1801 - "Mondschein-Sonate" - hatte das Klavier
einen Umfang von Kontra-F bis zum f''').
Beethoven war also häufig gezwungen, in
seinen Klavierwerken Änderungen
vorzunehmen.
Ferdinand
Bruckmann hat diese Stellen aufgespürt und
versucht - aufgrund genauer Kenntnis von Beethovens
Stil -, die von Beethoven eigentlich beabsichtigte
Fassung wiederherzustellen.
Es wird jeweils bewertet, welche Fassung heute
vorzuziehen ist: die Neufassung oder die von
Beethoven vorgenommene Änderung (letzters ist
oft der Fall, denn Beethoven hat gelegentlich
geniale "Ersatz"-Lösungen gefunden, die man
natürlich unbedingt beibehalten sollte.)
Das Buch ist also eine Fundgrube für den
Pianisten wie für den Kompositionsbeflissenen,
der gleichsam dem Komponisten über die
Schulter sehen möchte.
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