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Pressestimme
"Als Musiker, der seine Ausbildung vor allem im Rheinland erhalten hat, ist mir der Name Hermann Schroeder mehrfach geläufig: Schroeder unterrichtete Tonsatz, Formenlehre und Musikgeschichte an der Kölner Hochschule und ist Mitautor eines vor allem im Rheinland geläufigen Harmonielehrebuches (der 'Lemacher/Schroeder'). Sein eigentliches Feld war die katholische Kirchenmusik, zu der er in vierzig Jahren einige bedeutsame Beiträge geleistet hat. 'Moden kommen und gehen, darauf baut man keine Kunst auf', das war einer seiner wichtigster Lehrsätze und so überrascht es auch nicht, dass seine beiden hier vorgelegten Streichquartette aus den Jahren 1939 und 1952 vor allem den Geist Max Regers und Paul Hindemiths atmen. Es ist keine Musik, die 'etwas noch nie Dagewesenes' schaffen will, sondern sich ganz in die lange Linie einer Tradition stellt ganz nach dem Schönberg'schen Motto: 'Es gibt noch viel schöne Musik in C-Dur zu schreiben.' Nun ein wenig weiter geht Schroeder schon: Seine Tonsprache bewegt sich auf dem schwankenden Terrain zwischen Hochromantik und Freitonalität, wagt anspruchsvolle Kontrapunktik und scheut sich auch nicht, den Interpreten einiges abzuverlangen. Wer den kritischen Blick wagt und die spielende Auseinandersetzung nicht scheut (das Aufführungsmaterial ist bei Dohr unter ISMN 2020-0801-1 erschienen), der wird viel Schönes entdecken wenn auch nicht in C-Dur." (Manuel Rösler in ensemble 6/2007, S. 59f.)
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