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Dauer: ca 17'
Ausgehend von dem klassischen Duo Violine und
Klavier, das mir als Geiger sehr - vielleicht sogar
allzusehr - vertraut ist, suchte ich nach einer
Besetzung, die diese beiden Instrumente in einen
ganz anderen, kontrastierenden Zusammenhang stellt.
Die Ergänzung durch Bassklarinette und kleine
Trommel zum Quartett wählte ich, weil es
Instrumente aus anderen Instrumentenfamilien sind
und weil sie die klassisch-romantischen
Assoziationen in den Hintergrund treten lassen.
Allerdings schrieb ich nun "Nachtstücke",
deren Ausdrucksbereich sich wiederum ein Stück
zurück zur Romantik bewegt - dies jedoch auf
einer ganz anderen Ebene. Das Instrumentalquartett
setze ich dabei nicht im Sinne eines orchestralen
Klanges ein - im Gegenteil. Oft gibt es Soli und
Duettkombinationen; selten dagegen Tuttipassagen.
Diese gibt es nur im (zuerst komponierten)
Mittelsatz "Traum". Im ersten und im letzten Satz
ist die Reduktion so weit geführt, dass Geige
und Bassklarinette stets parallele Linien spielen,
während das Klavier eine ganz
eigenständige Motivik verfolgt und die Trommel
entweder nur in Ostinati kreist ("Atemzüge")
oder Akzente und Signale setzt ("Nacht") für
die Einsätze der beiden Melodieinstrumente und
die oftmals kadenzartigen Zwischenspiele des
Klaviers.
"Nachtstücke" war eine Auftragskomposition
für die Reihe "forum 20" 1999 in
Düsseldorf (Veranstalter: KonzertTheaterKontor
René Heinersdorff jun., künstlerischer
Leiter: Bernd
Wiesemann). Die Uraufführung war am 28.
August 1999 im Ibach-Saal des Stadtmuseums
Düsseldorf. Es spielten: Lisa Domnisch:
Violine; Georg Stump: Bassklarinette; Matthias
Haus: Schlagzeug; Tobias Koch: Klavier.
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Pressestimme:
"Laufer erreichte so eine gründliche
Entromantisierung, die er durch
bruchstückhafte Lakonie der Formulierung und
einen deutlich unterkühlten Gestus noch
unterstrich. Reduktion und Ausdünnung
bestimmen seine knapp und prägnant gesetzten
Stücke: selbst der literarisch-romantische
Anklang des Titels 'Nachtstücke' wurde
erfolgreich entkernt und nicht ohne Humor
verfremdet." (Regine Müller in "Rheinische Post" vom 31. August 1999)
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