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Zum Werk
- Moderato
- Adagio
- Presto
Die "Drei Sätze für Violine und Violoncello" sind der Versuch, die Regeln der Zwölftontechnik ohne jede Abweichung (bis in kleinste Verzierungen hinein) zu befolgen, sie dabei aber lediglich als "Handwerkslehre", nicht als "Stilvorbild" anzusehen.
Im Gegenteil sollten, trotz Konzentration auf eine einzige Reihe, große stilistische Unterschiede der drei Sätze erreicht werden. So evoziert der erste Satz "klassische" Sonatenform, wenn auch in Miniausgabe, mit Exposition zweier Themen, Durchführung und Reprise. Der zweite Satz beschwört Fin de siècle-Stimmung durch chromatische Arabesken, die erst einzeln vorgestellt, dann kombiniert werden. Der dritte Satz kontrastiert Walzer und Rumba, die durch abrupte Wechsel und Atonalität grotesken Charakter erhalten.
Ausführbarkeit: Technisch mittelschwer bis schwer, klanglich sehr diffizil.
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Pressestimme
"Er beabsichtigte, für seine Komposition die Zwölftontechnik nach dem Verfahren und den Anweisungen von Schönberg einzusetzten, ohne damit dessen Stil und Ausdruck übernehmen zu müssen. Das Ergebnis war frappierend: eine heitere, klassizistisch anmutende kleine Sonate, die weit von Schönbergs Tonsprache entfernt ist, im langsamen Satz Impressionismus assoziiert, im letzten gar südamerikanische Tanzrhythmen anklingen läßt." (Ruhr-Nachrichten, 15. Juni 1986)
Daten und Fakten
- Entstehung: 1962
- Uraufführung: 24. Juli 1964, St. Johanneskirche Köln-Deutz
- Dauer: 6'30"
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