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Hans Gebhard-Elsaß

Drei sechsstimmige Chöre (1911/12)
a cappella. ChP.
ISMN M-2020-0517-0
EURO 9,80; Staffelpreise: ab 15 Ex. je 4,80; ab 25 Ex. je 3,80

Die hier vorgelegten Drei sechsstimmigen Chöre für Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor, Bariton und Baß entstanden 1911/12 und wurden als Hektographie in der privaten Reihe "Der Auftakt, Sammlung von Ton- und Unterrichtswerken" veröffentlicht, in der Gebhard auch einige seiner zwei- und vierhändigen Klavierkompositionen sowie das "erste Buch" einer Modulationslehre verbreitete. Eines dieser (jeweils identischen) hektographierten Hefte liegt der vorliegenden Ausgabe zugrunde. Nur an wenigen Stellen war es erforderlich, die Akzidentiensetzung nach heutigem Usus zu vereinheitlichen und ein offenkundig vergessenes Vorzeichen hinzuzufügen, ohne daß beides besonders gekennzeichnet ist. Weitere Ergänzungen, etwa ein nach analogen Stellen derselben oder anderer Stimmen gesetzter Legatobogen oder eine nachzutragende dynamische Vorschrift, sind durch Strichelung bzw. eckige Klammer als Herausgeberzutat kenntlich gemacht. Die von Geb-hard hier wie in anderen seiner Werke gebrauchten Sonderzeichen zur Angabe von Temponuancen innerhalb eines Satzes (-> für "allmählich schneller werden", + für "erstes Zeitmaß" u.a.) wurden in verbalisierter Form abgedruckt, entsprechend der Aufschlüsselung auf der letzten Seite der hektographierten Exemplare. Die Textunterlegung, die zuweilen vom originalen Wortlaut abweicht und an einer Stelle (Chor I, Takt 45, Tenor) eine Konjektur erforderlich machte, basiert einschließlich der Interpunktion auf den zu Beginn der Vorlage maschinenschriftlich wiedergegebenen Gedichten.

Ähnlich wie in anderen vokalen und instrumentalen Kompositionen Gebhards begegnen auch in den sechsstimmigen Chorsätzen, die ihrem überwiegend ruhigen und leisen Charakter nach eine kammermusikalische Besetzungsstärke nahelegen, stellenweise "hohe", auch über sieben Vorzeichen hinausgehende (und daher eine sorgfältige Intonation erfordernde) Tonartenbereiche. Im vorliegenden Fall korrespondieren die Tonarten- bzw. Klangfelder aufs Engste mit den um "Schatten", "Traum" und "Nacht" kreisenden Natur- und Stimmungsbildern der Dichtungen.

Marburg, Juni 1998
Herbert Lölkes



  1. Mählich schon die Schatten längen
    Text: Heinz Dupré (1881-1903)
  2. Die Nacht (Nacht ist wie ein stilles Meer)
    Text: Joseph von Eichendorff (1788-1857)
  3. Mondnacht (Wie tief im Glanz die alten Berge stehen)
    Text: Heinz Dupré (1881-1903)
aktualisiert Freitag, 12. November 2010
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