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Die hier vorgelegten Drei sechsstimmigen
Chöre für Sopran, Mezzosopran, Alt,
Tenor, Bariton und Baß entstanden 1911/12 und
wurden als Hektographie in der privaten Reihe "Der
Auftakt, Sammlung von Ton- und Unterrichtswerken"
veröffentlicht, in der Gebhard auch einige
seiner zwei- und vierhändigen
Klavierkompositionen sowie das "erste Buch" einer
Modulationslehre verbreitete. Eines dieser (jeweils
identischen) hektographierten Hefte liegt der
vorliegenden Ausgabe zugrunde. Nur an wenigen
Stellen war es erforderlich, die Akzidentiensetzung
nach heutigem Usus zu vereinheitlichen und ein
offenkundig vergessenes Vorzeichen
hinzuzufügen, ohne daß beides besonders
gekennzeichnet ist. Weitere Ergänzungen, etwa
ein nach analogen Stellen derselben oder anderer
Stimmen gesetzter Legatobogen oder eine
nachzutragende dynamische Vorschrift, sind durch
Strichelung bzw. eckige Klammer als
Herausgeberzutat kenntlich gemacht. Die von
Geb-hard hier wie in anderen seiner Werke
gebrauchten Sonderzeichen zur Angabe von
Temponuancen innerhalb eines Satzes (-> für
"allmählich schneller werden", + für
"erstes Zeitmaß" u.a.) wurden in
verbalisierter Form abgedruckt, entsprechend der
Aufschlüsselung auf der letzten Seite der
hektographierten Exemplare. Die Textunterlegung,
die zuweilen vom originalen Wortlaut abweicht und
an einer Stelle (Chor I, Takt 45, Tenor) eine
Konjektur erforderlich machte, basiert
einschließlich der Interpunktion auf den zu
Beginn der Vorlage maschinenschriftlich
wiedergegebenen Gedichten.
Ähnlich wie in anderen vokalen und
instrumentalen Kompositionen Gebhards begegnen auch
in den sechsstimmigen Chorsätzen, die ihrem
überwiegend ruhigen und leisen Charakter nach
eine kammermusikalische Besetzungsstärke
nahelegen, stellenweise "hohe", auch über
sieben Vorzeichen hinausgehende (und daher eine
sorgfältige Intonation erfordernde)
Tonartenbereiche. Im vorliegenden Fall
korrespondieren die Tonarten- bzw. Klangfelder aufs
Engste mit den um "Schatten", "Traum" und "Nacht"
kreisenden Natur- und Stimmungsbildern der
Dichtungen.
Marburg, Juni 1998
Herbert Lölkes
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- Mählich schon die Schatten
längen
Text: Heinz Dupré (1881-1903)
- Die Nacht (Nacht ist wie ein stilles
Meer)
Text: Joseph von Eichendorff (1788-1857)
- Mondnacht (Wie tief im Glanz die alten Berge
stehen)
Text: Heinz Dupré (1881-1903)
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