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Gottfried August Homilius
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Ist Gott für mich.
Kantate für Sopran, Tenor, 4stg. Chor, 2 Oboen, Streicher und Basso continuo.
- Partitur
ISMN M-2020-0471-5
EURO 14,80
- Chorpartitur (ab 20 Expl.)
ISMN M-2020-0817-1
EURO 1,80
- Instrumentalstimmen (Ob I/Ob II/V I/V II/Va/Basso)
ISMN M-2020-818-8
EURO 16,80
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In einem Manuskript, das heute unter der Signatur BRD F Ms. Ff. Mus. 314 innerhalb des Bestandes kirchlicher Musikhandschriften des 17. und 18. Jahrhunderts der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt/Main aufbewahrt wird, wurden auf Anregung u. a. von Georg Philipp Telemann zahlreiche Kirchenkantaten zeitgenössischer Komponisten zusammengetragen, darunter 50 Kantaten von Homilius. "Ist Gott für mich" wurde vermutlich im Jahr 1777 in Frankfurt aufgeführt. Die Manuskripte wurden mit einiger Sicherheit von Johann Conrad Seibert erstellt.
Herausgeber und Verlag danken der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt/Main für die freundlich erteilte Genehmigung zum Erstdruck dieser Kantate.
Zur Edition
Die vorliegende Ausgabe folgt dem soeben bezeichneten Manuskript. Hinzufügungen des Herausgebers stehen in Klammern, offensichtliche Verschreiber wurden korrigiert, die Schreibweise der Noten heutiger Orthographie angepaßt. Die Schreibweise des Gesangstextes und der Stimmenbezeichnungen wurde nach dem Manuskript übernommen. Stimmenmaterial mit der Bezeichnung „Fondamento" existiert im Manuskript für folgende Instrumente: Violoncello und Orgel (hier auch Fassung im Chorton). Für die Orchesterinstrumente wurden im Manuskript die auch heute gebräuchlichen Schlüssel verwendet; der Sopran steht im Sopranschlüssel, der Alt im Altschlüssel, der Tenor im Tenorschlüssel.
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Satzfolge
Choral "Ist Gott für mich"
Der Eingangschoral wird in den Orchesterstimmen als „Coro" bezeichnet. Der Text dieses Satzes ist die erste Strophe des gleichnamigen, von Paul Gerhard 1653 gedichteten Liedes, das sich bis heute im ev. Gesangbuch gehalten hat. Es wird hier zu einer rhythmisch modifizierten Melodie von Hans Leo Haßler gesungen. Das den Satz bestimmende Dreiklangsmotiv der Streicher wird fast immer unisono geführt, zumindest zwischen erster und zweiter Violine, teilweise auch zwischen erster und zweiter Violine und Viola.
Rezitativ "Entzückende, vollkommne Lust"
Arie "In der allergrößten Noth"
Rezitativ "Wohlan! Dennoch hier liege ich und bete"
Schlußchoral "Sing, bet und geh auf Gottes Wegen"
Georg Neumark textete und komponierte 1641 bzw. 1657 das Lied "Wer nur den lieben Gott läßt walten", dessen letzte Strophe Homilius hier verwendet. Sie ist sehr schlicht verarbeitet; die Instrumentalstimmen gehen mit dem Chor colla parte, der Satz wird nur durch Achteldurchgänge aufgelockert.
Pressestimme
"Homilius ... gilt unter Kennern als Geheimtip für leicht ausführbare ... Musik an der Schwelle vom Spätbarock zur Frühklassik ... In diese Marktlücke stößt die rührige Kölner Edition Dohr mit drei Erstausgaben ... schwungvolle Musik ... virtuos ... dankbar ... unmitelbare Freude ... übersichtlich gestaltete Partitur ... mit kritischem Bericht ..." (Kirchenmusik. Nachr. Hessen/Nassau I/98)
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