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Die Deutsche Messe entstand 1996
im Auftrag der Werkgemeinschaft Musik; der
Gebetstext wurde im Juni am See Genezareth, die
Komposition auf einer Norwegenreise im August
beendet. Uraufführung: 5. Januar 1997 in
Altenberg.
Ausgehend von den Grundformeln
der Liturgie erweitert sich der Gebetstext zu
Grundformen menschlichen und christlichen Betens
überhaupt. Gruß und Erbarmensbitte,
Lobpreis, Bekenntnis, Litanei, Anbetung und
Friedensgebet - alle Facetten des Betens finden
sich wieder, werden aber in eine heutige
Bildersprache übersetzt. Dabei sind drei
Christustitel formgebend für die fünf
Teile der Messe: Geliebter des Vaters - Erstandener
Christus - Bruder Menschensohn; sie bilden auch das
Grundgerüst der Komposition.
Sie versucht, sowohl die
Glaubens- als auch die Gemütskraft der Worte
zum Klingen zu bringen und sie erlebbar zu machen.
Das führte zum einen zu einer ganz und gar
homophonen Satzweise, die dem sprachlichen Gestus
der Worte folgt und ihn unmittelbar nachvollzieht;
zum anderen führte es zu einer rhythmischen
Gestaltung, die nicht vom Taktschema, sondern vom
rhetorischen Fluß bestimmt ist. Die Deutsche
Messe ist zudem der Versuch, eine klingende
Brücke zwischen den Konfessionen zu
schlagen.
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Pressestimmen
"Eine Aufführung von beschwörender Eindringlichkeit ... die starke Ausdrucksdruckskraft in jeder Phase überzeugend... Am Schluß löste sich die Ergriffenheit der Zuhörer in minutenlangem Beifall."
(Offenbach-Post, 24.4.97)
"Das Werk setzt den a-cappella-Klang im Sinn knapper und minidramatischer Textausdeutung ein. Die Gebetsformeln eines frei nach dem Meßordinarium neugeschaffenen Textes werden auf sehr persönliche Weise musikalisiert."
(Romanische Nacht im Neusser Münster am 6.6.97, Programmheft)
"Das organische Wachsen des Textes zu einer Gesamtaussage inspirierte Heindrichs zu einer ebenso organischen Komposition... Ihm ist es gelungen, die Musik mit dem Text zu verschmelzen, ihn zu intensivieren und lange, emotional geladene, spannungsvolle Steigerungen aufzubauen."
(FAZ 8.6.97)
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