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Heinz-Albert Heindrichs

Deutsche Messe (1996) für gemischten Chor a cappella nach Gebeten von Kurt Weigel
ISMN M-2020-0466-1
EURO 7,80 Staffelpreise ab 15 Ex. je 4,30; ab 25 Ex. je 3,30

Die Deutsche Messe entstand 1996 im Auftrag der Werkgemeinschaft Musik; der Gebetstext wurde im Juni am See Genezareth, die Komposition auf einer Norwegenreise im August beendet. Uraufführung: 5. Januar 1997 in Altenberg.

Ausgehend von den Grundformeln der Liturgie erweitert sich der Gebetstext zu Grundformen menschlichen und christlichen Betens überhaupt. Gruß und Erbarmensbitte, Lobpreis, Bekenntnis, Litanei, Anbetung und Friedensgebet - alle Facetten des Betens finden sich wieder, werden aber in eine heutige Bildersprache übersetzt. Dabei sind drei Christustitel formgebend für die fünf Teile der Messe: Geliebter des Vaters - Erstandener Christus - Bruder Menschensohn; sie bilden auch das Grundgerüst der Komposition.

Sie versucht, sowohl die Glaubens- als auch die Gemütskraft der Worte zum Klingen zu bringen und sie erlebbar zu machen. Das führte zum einen zu einer ganz und gar homophonen Satzweise, die dem sprachlichen Gestus der Worte folgt und ihn unmittelbar nachvollzieht; zum anderen führte es zu einer rhythmischen Gestaltung, die nicht vom Taktschema, sondern vom rhetorischen Fluß bestimmt ist. Die Deutsche Messe ist zudem der Versuch, eine klingende Brücke zwischen den Konfessionen zu schlagen.


Pressestimmen

"Eine Aufführung von beschwörender Eindringlichkeit ... die starke Ausdrucksdruckskraft in jeder Phase überzeugend... Am Schluß löste sich die Ergriffenheit der Zuhörer in minutenlangem Beifall."
(Offenbach-Post, 24.4.97)

"Das Werk setzt den a-cappella-Klang im Sinn knapper und minidramatischer Textausdeutung ein. Die Gebetsformeln eines frei nach dem Meßordinarium neugeschaffenen Textes werden auf sehr persönliche Weise musikalisiert."
(Romanische Nacht im Neusser Münster am 6.6.97, Programmheft)

"Das organische Wachsen des Textes zu einer Gesamtaussage inspirierte Heindrichs zu einer ebenso organischen Komposition... Ihm ist es gelungen, die Musik mit dem Text zu verschmelzen, ihn zu intensivieren und lange, emotional geladene, spannungsvolle Steigerungen aufzubauen."
(FAZ 8.6.97)

aktualisiert Donnerstag, 26. Mai 2011
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