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Die Opernminiaturoper entsprang der Grundidee, ein Stück Kammermusik zu schaffen, das aufs Äußerste reduziert und mit klaren, jeweils eigenständigen Charakteren versehen sein sollte.
Bei der Arbeit an einzelnen
kurzen "Stücken" zeichnete sich der
"szenische" Charakter derselben so deutlich ab,
daß ich nun bewußt die mir naheliegende
Gattung Oper in die instrumentale Welt
"übersetzen" wollte. Gerade diese so vom
Gesang geprägte Form auf ein der Stimme
durchaus an Ausdruck in nichts nachstehendem
Instrument wie Cello zu komponieren, noch dazu
"begleitet" von dem in der Bühnenwelt (meist)
lediglich als "Erarbeitungshilfe" benutzten
Klavier, reizte mich. So habe ich zunächst in
der Gattung vorkommende Formen skizziert wie
Vorspiel, dann eine musikalische Charakterisierung
eines wie auch immer gearteten "Heldenwesens",
dessen Verwicklung in ein meist von Vorsehung und
Schicksal gelenktes Geschehen, sodann ein Lamento
eines Betrachters des Geschehens; das für die
Oper typische Formpaar Recitativ und Aria (welcher
"Person" auch immer!) darf natürlich
genausowenig fehlen wie ein furioses Finale und,
als "Abgang" , eine Vorhangsmusik.
Bei der Ausarbeitung dann ging
die Reduktion meinerseits nicht nur auf Besetzung
und Dauer der einzelnen Szenen ein, sondern auch
auf den "Inhalt", indem ich die oben genannten
typischen Opernbestandteile "verallgemeinerte",
also von handelnden Personen unabhängig
machte, so daß eine "Oper" entstand, die -
ungebunden an Personen, Mythen oder
Erzählungen - als "Absolute Oper"
besteht.
Aufführungsdauer: ca. 5'10''
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"Szenenfolge"
- Vorspiel
- Das Heldenwesen
- Die Verwicklung
- Lamento
- Recitativ
- Aria
- Finale
- Vorhang
- Preisträgerkomposition des Kompositionswettbewerbes der "Musikkreise zur Förderung junger Musiker" Bremen, Frankfurt/M, Hamburg, Köln-Bonn, Kassel, Meerbusch, München und der Paul-Woitschach-Stiftung des Deutschen Komponisten Verbandes in Berlin für Kammermusik 1994.
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