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Rudolf Halaczinsky

Zwei Lieder op. 14a (1951) für Bariton und Klavier.
Sieben Hesse-Lieder op. 14b (1951-53) für Gesang und Klavier.
ISMN M-2020-0425-8
EURO 14,80

entstanden/composed: 1951-53

Zu op. 14b

Hesse-Lieder in unserer Zeit? - mancher mag die Nase rümpfen. Dennoch ist festzustellen, daß Hermann Hesse (1877-1962) 1946 mit dem Literatur-Nobelpreis und dem Goethepreis ausgezeichnet, mit der bedeutendste deutsche Dichter dieses Jahrhunderts ist. Es ist schwer zu verstehen, daß Hesse in Deutschland lange Zeit als 'Dichter im Elfenbeinturm' galt. Er mußte erst in den siebziger Jahren von der amerikanischen Jugend neu entdeckt werden, um in Deutschland in seiner ganzen Größe und Bedeutung erkannt zu werden.
Die vorliegenden Lieder sind eine Auwahl seiner Gedichte, die mich im Krieg begleitet haben. Aus meiner uralten Liebe zu Hesse und seiner schlichten, musikalischen Sprache, seiner aus der Frühzeit verträumten, neuromantischen Naturinnigkeit, seiner sensiblen, tief menschlichen Einfühlungsgabe - abgesehen von seiner stets aktuellen Stellungnahme zu den Problemen und Fragen unserer Zeit - sind diese Lieder kurz nach Kriegsende entstanden. In der Nachfolge der großen Kunstliedtradition des 19. Jahrhunderts mögen sie in ihrer spätromantischen Haltung, als "Frühe Lieder", dem Stand meiner damaligen Entwicklung entsprechend, der Empfindungswelt Hesses nahekommen und einen Hörerkreis ansprechen, der wie ich Hesse liebt. Der Weg nach Innen mag zwar nicht immer zeitgemäß sein, ganz sicher ist er für jeden eine zeitlose Herausforderung.

Rudolf Halaczinsky


aktualisiert Freitag, 12. Dezember 2008
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