Noten edition dohr

Bücher

Tonträger

fermate

Service

e-mail
home

Henning Frederichs

Improvisationen über das "Dies irae" (1995/96) für Orgelpedal solo
ISMN M-2020-0411-1
EURO 6,80

Zum Werk

  1. Trasognato-Vivace
  2. Poco lento
  3. Allegro furioso

Von jeher interessierte mich Musik, die eigentlich gegen ein Instrument komponiert ist, ihm aber gerade dadurch neue Ausdrucksmöglichkeiten erschließt (zum Beispiel Polyphonie und Akkordik auf einem Melodie-Instrument). Zu diesen Werken rechnen auch Eugene Ysayes herrliche, viel zu selten gespielte Solo-Violinsonaten, unter denen vor allem die zweite wegen ihres allgegenwärtigen "cantus firmus", der sowohl liturgisch als auch hochromantisch besetzten "Dies irae"-Melodie, mich reizte, sie in Teilen für "mein" Instrument, die Orgel, zu übertragen.
Um die Anstrengung, die diese Werke einem Geiger bereiten, auch den Organisten spüren zu lassen, sollte meine Bearbeitung allein auf das Orgel-Pedal beschränkt bleiben. Sein geringer Umfang und die im Vergleich zu den Händen rührende Ungeschicklichkeit der Füße machten allerdings Umlegungen von typischen Violinfiguren unumgänglich. Auch schien es angebracht, einige der überschwenglichen Improvisationseinfälle Ysayes zu beschneiden, um so die zugrundeliegende Formidee deutlicher hervortreten zu lassen.
Schließlich wollte ich die im Original mehrfach herauszuhörende Visitenkarte Bachs gegen meine eigene (aus der Pfingstgeschichte meines "Petrus"-Oratoriums) austauschen: Nicht nur, um die in diesen Kompositionen doch sehr großen stilistischen Gegensätze ein wenig anzugleichen, sondern auch, um als "Bearbeiter" solcher eigentlich unantastbaren Meisterwerke Farbe zu bekennen.

Ausführbarkeit: Bei großer Gelenkigkeit gut spielbar!


Pressestimme

"Wirklich furios wurde es [... mit] Improvisationen über das 'Dies irae' [...], ausschließlich mit den Füßen gespielt. Verknüpft man diese Information [...] mit dem Gehörten, so ist es kaum zu glauben. [...] die Töne steigerten sich in ineinander verschachtelte Figuren, die durch die Kuppel jagten: huschend, nicht greifbar, unheimlich." (Verdener Allgemeine Zeitung, 18. Juli 1997)

Daten und Fakten

  • Entstehung: 1995/96
  • Uraufführung: 29.6.1997, Hauptkirche Wuppertal-Unterbarmen
  • Dauer: 10'
  • Widmung: Für Ellen
aktualisiert Dienstag, 24. Mai 2011
© 1998-2011 by Verlag Christoph Dohr Köln / edition dohr