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Zum Werk
Versuch, trotz strengstmöglicher Organisation des Tonmaterials den Eindruck von Improvisation zu erreichen.
Die Zahlen des "Magischen Quadrats" auf Dürers Kupferstich "Melencolia I" sind in Töne übersetzt und ergeben in der Waagerechten, Senkrechten und Diagonalen brauchbare Akkorde, aneinandergereiht jedoch Melodien. Darüber hinaus bestimmen Dürers Zahlen die Anzahl der Takte, also die Großform, wie auch die Taktvorzeichnungen kleinerer Formteile.
Neben einer unüberhörbaren, fast heiter-resigniert zu nennenden Melancholie prägt der Gestus des "Verscheuchens" den Ausdruck des Stückes, gemäß der Deutung von Dürers Schriftband "Melencolia I" nicht als "Melancholie Eins", sondern als "Melencolia, i!" = "Melancholie, geh' weg!"
Ausführbarkeit: schwer
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Pressestimme
"[...] erwies sich als perfekte Symbiose von Ordnung und Ausdruck: streng durchstrukturiert nach Dürers Magischem Quadrat und doch von außerordentlich klarer gestischer Beredsamkeit." (Generalanzeiger, 14. Mai 1996)
Daten und Fakten
- Entstehung: 1991
- Uraufführung: 16. Februar 1992, Bergisch Gladbach-Heidkamp
- Dauer: 11'
- Widmung: Für Renate
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