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Zum Werk
"Ein Psalm Davids - vorzusingen - auf Saitenspiel"
Die poetische, logisch nicht ganz fassbare Überschrift des 55. Psalms bestimmte die Besetzung (ein unbegleitetes Melodieinstrument) dieses 1989 komponierten Stücks. Ursprünglich für Bratsche solo konzipiert, wurde es parallel dazu auch für Violoncello oder Violine solo umgeschrieben. Sein Titel "Tefilah" geht auf das hebräische Wort für Gebetsriemen zurück, den der fromme Jude zum Morgengebet an Stirn und Armen befestigt.
Die Form des Psalms und sein Inhalt (bestehend aus der Anrufung Gottes, dem Grund für das Gebet, dem Wunsch zu entfliehen, der Klage über das Leid, der Besinnung auf Gott und das Vertrauen zu ihm) finden ihre Entsprechung in der Musik.
Deren übergeordneter Formgedanke ist andererseits, aus einzeln stehenden Tönen und in unterschiedlichsten Spieltechniken erzeugten Klangereignissen allmählich eine Melodie herauswachsen zu lassen, die am Ende im Zusammenhang erklingt.
Ausführbarkeit: Technisch mittelschwer, klanglich sehr anspruchsvoll.
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Pressestimme
"[...] darunter die hervorragende Uraufführung eines Werkes von Henning Frederichs: Der Cellist hob 'Tefilah' auf unglaublich imponierende Weise aus der Taufe. Hier kam das kraftvoll tönende Instrument nicht nur besonders klangschön zur Geltung, sondern auch die souveräne Instrumentalkunst des Cellisten und zugleich Frederichs' ausdrucksvolle Tonsprache." (Generalanzeiger, 15. Mai 1990)
Daten und Fakten
- Entstehung: 1990
- Uraufführung: 13.Mai 1990, Stadtkirche Remscheid
- Dauer: 6'45''
- Tonträger: Ars Produktion FCD 368 343
- Widmung: Thomas Blees zugeeignet
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