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Zum Werk
In dem halbszenischen Oratorium "Hiob", das 1991 anläßlich des 24. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Essen uraufgeführt wurde, erklingt die Kirchenorgel nur an einer einzigen Stelle: dort, wo Gott nach langem Schweigen den Fragen und Anklagen Hiobs endlich Antwort gibt. Das heißt, in Wirklichkeit redet Gott überhaupt nicht mit Hiob; er überwältigt ihn vielmehr, indem er demonstriert, der Allmächtige, der "ganz Andere" zu sein. Das "Ostinato" für Orgel ist Gottes "Antwort": eine wortlose Überwältigung durch Klang, Lautstärke und unerbittliche Motorik. Das Ostinato ist aber nicht Gottes Rede, es steht vielmehr an der Stelle der Offenbarung Gottes im "Wetter". Entsprechend mußte sich das Orgelstück "Ostinato" aus dem "Hiob" in jeder Hinsicht von der übrigen Musik des Oratoriums unterscheiden: Es sollte in seiner statischen Klanggewalt deutlich von dem ausdrucksvollen, zu feinsten dynamischen Abstufungen fähigen Harmonium abstechen; es sollte im Vergleich zu der vorangegangenen, sehr flexiblen Agogik den zeitlichen Ablauf einer strengen Motorik unterwerfen; es sollte - von dem leisen Choralzitat "Du leuchtest uns vom Vater her" im Nachspann abgesehen - auf melodische Elemente verzichten; seine "Harmonik" schließlich sollte sich auf einen einzigen Akkord beschränken, der vielfach zerlegt und immer wieder neu zusammengesetzt wird.
Ausführbarkeit. Schwer
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Pressestimme
"[...] im 'Ostinato' für Orgel aus Frederichs' Oratorium 'Hiob' (dort als nonverbal- überwältigende Gottesantwort eingesetzt) auch von unerbittlichem rhythmischen Biß." (Forum Kirchenmusik 2/1996)
Daten und Fakten
- Entstehung: 1991
- Uraufführung: 7.Juni 1991, Kirche St. Gertrud, Essen
- Dauer: 5'30"
- Tonträger: Ars Produktion FCD 368 343
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