Noten edition dohr

Bücher

Tonträger

fermate

Service

e-mail
home

Henning Frederichs

Liebelebelabelobe (1988) nach Gedichten von Waldemar Hais für mittlere Stimmlage und Klavier
ISMN-M-2020-0369-5
EURO 8,80

Zum Werk

  1. Anbetelei
  2. Eifersicht
  3. Kaiser und Nachtigall
  4. Viel Mohn, und - Bautz

Schon die Liedüberschriften lassen erkennen, daß es sich bei den Gedichten von Waldemar Hais um geistreich mit Worten spielende Nachfahren des Schumannschen Zyklus "Frauenliebe und -leben" handelt. Wie von einem Jahrmarktschreier wird im ersten Lied ("Anbetelei") die junge, neugierig suchende "Liebe um der Liebe willen" geschildert, während das zweite Lied ("Eifersicht") von den Qualen "tiefempfundener Liebe" spricht. Wie eine Moritat, unter Zuhilfenahme eines Märchens, beschreibt das dritte Lied ("Kaiser und Nachtigall") die Freuden und Leiden "institutionalisierter Liebe", deren Disharmonien erst im vierten Lied ("Viel Mohn, und - Bautz!") aufgehoben werden, das die Abgeklärtheit des Alters als "Hort" der wahren Liebe preist.
Die Komposition folgt diesen Entwicklungsstufen der Empfindung: Von Sprechen über Sprechgesang verändert die Singstimme ihre Ausdrucksskala bis zu Rollenspiel und schließlich überströmender Kantilene. - Das Klavier wandelt sich von bänkelsängerhafter "Gitarrenbegleitung" über rezitativische, "gläsern" klingende Akkorde zu illustrierender, Personen und Situationen durch "Leitmotive" und bestimmende harmonische Wendungen charakterisierende Programmusik. Im letzten Lied werden noch einmal alle vorangegangenen Stationen zitiert, eingeschmolzen jedoch in den lyrischen Grundduktus.

Ausführbarkeit: Mittelschwer, aber große Flexibilität voraussetzend


Pressestimmen

"[...] der Liederzyklus stellt vier Stationen der menschlichen Liebe dar [...] häufiger Gebrauch von Sprechgesang [...]" (Bergische Morgenpost, 18.April 1989)

"[...] textlich wie musikalisch anspruchsvolle Lieder, überzeugend vorgetragen." (Kölner Stadtanzeiger, 3. November 1995)

Daten und Fakten

  • Entstehung: 1988
  • Uraufführung: 18. März 1989, Schloß Nordkirchen
  • Dauer: 16'
  • Widmung: Peter Ziethen zugeeignet
aktualisiert Dienstag, 24. Mai 2011
© 1998-2011 by Verlag Christoph Dohr Köln / edition dohr