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Henning Frederichs

Sonata da chiesa (1987)
für Gitarre, Violine und Klarinette. Partitur und Stimmen

ISMN M-2020-0362-6
EURO 16,80

Zum Werk

Originalfassung für Violine, Klarinette und Gitarre

  1. Preludio
  2. Meditazione
  3. Toccata
  4. Corale

Die Bezeichnung "Sonata da chiesa" meint ursprünglich eine bestimmte Satzfolge, nämlich langsam-schnell-langsam-schnell.
In dieser Komposition leitet sich die Uberschrift jedoch vom Inhalt der Musik ab.
Der 1.Satz verarbeitet die erste und zweite Zeile des Chorals "Komm, Gott, Schöpfer, Heiliger Geist". Er ist spiegelbildlich angelegt, d. h. von der Mitte an läuft der Satz rückwärts.
Der 2.Satz ist eine Meditation über dieses Lied des Hrabanus Maurus, wobei die gregorianische Melodie - in weite Intervalle auseinandergelegt - zum Schluß vollständig zitiert wird.
Der 3.Satz übernimmt die virtuosen Elemente, vor allem das "Schlagen", aus der Orgelform "Toccata". Nur vereinzelt tauchen Fragmente des Chorals aus dem dichten Satzgefüge auf.
Der Schlußsatz bringt die vollständige Choralmelodie in Form eines Doppelkanons im Abstand eines Tritonus.
Das Werk bricht mit einem offenen Schluß ab: Nicht immer ist es dem heutigen Menschen möglich, den Lobgesang auf die Trinität so ungebrochen anzustimmen, wie es die letzte Strophe des Kirchenliedes voraussetzt.

Ausführbarkeit: Von spielfreudiger Virtuosität, aber dankbar für jedes der Instrumente.


Pressestimme

"Frederichs bedient sich in diesem Werk einer knappen, eindringlichen Tonsprache, die durch ständig wechselnde Grundstimmungen in den vier Sätzen geistreich lebendig wird." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 19.April 1988)

Daten und Fakten

  • Entstehung: 1987
  • Uraufführung: 31.Januar 1988, Bergisch Gladbach-Heidkamp
  • Dauer: 11'
  • Tonträger: Ars Produktion FCD 368 343 (Originalfassung)
  • Widmung: Für Silke
aktualisiert Montag, 8. Dezember 2008
© 1998-2008 by Verlag Christoph Dohr Köln / edition dohr