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Henning Frederichs

Bimunium (1984). Drei althochdeutsche Zaubersprüche für Sopran (Mezzo) und Klavier
ISMN M-2020-0349-7
EURO 6,80

Zum Werk

  1. Wolan, Wicht
  2. Nesso, gang ut
  3. Floug fogal

Die althochdeutschen Texte wenden sich in beschwörendem Ton (bimunigon) an drei verschiedene Urheber menschlichen Leids:

Im ersten ist es ein Dämon ("Wicht") oder, wie die originale Überschrift "contra diabolum" ihn nennt, ein Teufel, dem verwehrt werden soll, das gefährliche, Hab und Gut zerstörende Wort ("chnôspinzi") wirklich auszusprechen.

Im zweiten soll ein Krankheitsträger ("nesso"), ein Lebewesen, vergleichbar einem Wurm, gezwungen werden, den Körper des Leidenden zu verlassen, und zwar aus dem Mark ins Gebein, aus dem Gebein ins Fleisch, aus dem Fleisch in die Haut u.s.w. Wie ein Befehl klingt das abschließende "Herr, es werde so!"

Im dritten wird der treulose Geliebte angeredet und an einen mit der Verneinungssilbe "-los" spielenden Rätselspruch erinnert, der bei aller scheinbaren Heiterkeit einen grausigen Schluß hat.             

Ausführbarkeit: Leicht bis mittelschwer


Pressestimme

"Diese Musik ist neu, [...] atonal und ametrisch, aber sie schockiert nicht. Sie nimmt den Hörer gefangen schon mit den ersten Tönen der Singstimme, beschwörend und geheimnisvoll aus der Tiefe" (Borbecker Nachrichten, 20. September 1985)

Daten und Fakten

  • Entstehung: 1984
  • Uraufführung: 14. April 1985, Haus "Horschick", Wuppertal
  • Dauer: 8'30"
  • Widmung: Frau Inge Schmiel-Vollert zugeeignet
aktualisiert Dienstag, 24. Mai 2011
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