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Zum Werk
Das Orchesterstück "Brechungen" für Streicher entstand 1992 während einer Reise in die Bretagne und verarbeitet dort gewonnene Eindrücke, etwa von den wild übereinandergeschichteten Felsformationen an der Nordküste, den hochaufragenden Menhiren des Südens und dem von Menschen gemachten "Naturereignis": der steil in den Himmel strebenden Kathedrale zu Chartres.
Bleibende Erinnerungen hinterließen die Brechungen des Tageslichts in den berühmten Glasfenstern, die in dem Riesenraum verwehenden Klänge eines Orgelkonzerts, andererseits der in drei Stücke zerborstene Megalith von Locmariaquer oder die spiegelnden Reflektionen der Sonne auf der ständig sich verändernden Oberfläche des Meeres.
So besteht das Stück "Brechungen" kompositorisch aus einem vielstimmigen Akkord, der das ganze Töne-Spektrum eines Streichorchesters bis an die Grenzen ausfüllt, immer wieder zerbrochen und neu zusammengesetzt wird und dabei sehr verschiedene Erscheinungsformen ein und desselben Klangmaterials hörbar macht.
Ganz entfernt lassen die "Brechungen" sich also mit der altehrwürdigen Form der "Chaconne" vergleichen!
Ausführbarkeit: mittelschwer, aber große rhythmische Gespanntheit und Offenheit gegenüber klanglichen Experimenten voraussetzend
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Pressestimme
"Der Titel [...] hat formale wie programmatische Bedeutung. Ein begrenztes musikalisches Material baut sich mehrfach über die verschiedenen Streicherlagen hin auf und bricht zusammen." (Westdeutsche Zeitung, 12. November 1993)
Daten und Fakten
- Auftraggeber: Evangelische Kirchengemeinde Remscheid Entstehung: 1992
- Uraufführung: 10. Januar 1993, Remscheid
- Dauer: 15'
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