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Henning Frederichs
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Zeit ist ein Fluß ohne Ufer (1995/96)
Sextett für Flöte, Violine, Klarinette (B), Cello, Posaune, Kontrabass. P. u. St.
ISMN M-2020-0345-9
EURO **,--
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Zum Werk
In der vorliegenden Komposition werden bildnerische Motive Chagalls, die auch in anderen seiner Werke immer wiederkehren und über ihre gegenständliche Aussage hinaus Metaphern für religiös und biographisch prägende Erlebnisse des Malers waren, in musikalische Motive und Formen übertragen.
So aber, wie der Blick des Betrachters hin und her über das Gemälde schweift, hier eine Figur wahrnimmt, dort bei einem befremdlichen Objekt verweilt, an wieder anderer Stelle eine Einzelheit näher fixiert, schließlich aber doch sich dem Sog des traumhaften, zwar gegenständlichen, aber trotzdem unrealistischen Bildes überläßt, so assoziieren die in Anführungsstrichen stehenden "Tempoangaben" zwar einzelne Motive, die Musik erzählt aber dennoch keine zusammenhängende Geschichte, sondern verarbeitet ihr Material nach rein kompositorischen Notwendigkeiten.
Die Instrumentenauswahl von je drei Blas- und Streichinstrumenten in hoher, mittlerer und tiefer Lage schien bei kleinstmöglicher Besetzung die größten Möglichkeiten zwischen kammermusikalischer und orchestraler Klangentfaltung zu gewährleisten:
- Mischklang
- dank dem Kontrabaß sind symphonische Wirkungen andeutbar, andererseits ergeben sich
- kammermusikalische Duett- und Triokombinationen
- Spaltklang
- sehr weite Lage gegenüber sehr enger Lage
- Streicherklang gegen Bläserklang
- hohe Register gegen tiefe
- scharfe Tonerzeugung gegen weiche,
schließlich:
- Atonalität gegen freitonale Melodik
- Klangfelder gegen rhythmisch geprägte Strukturen.
Ausführbarkeit: mittelschwer bis schwer, klanglich heikel
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Daten und Fakten
- Entstehung: 1996
- Uraufführung: 13. September 1997, Alte Kirche Wuppertal- Langerfeld
- Dauer: 11'30"
- Widmung: Für Kirsten
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