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Dominik Susteck

Farblichter (2011) für Orgel solo
ISMN M-2020-2424-9
EURO 9,80

Zum Werk

Die Komposition "Farblichter" ist ursprünglich auf die große Orgel des Kölner Doms abgestimmt (UA: Winfried Bönig), kann aber auf jedem dreimanualigen Instrument realisiert werden. Die Musik macht sich frei von traditionellen Vorgaben, um zu direkter Wirkung zu gelangen. Die verschiedenen Farben der Registergruppen und die räumliche Anordnung der Register werden musikalisch thematisiert, indem der Organist zwischen den Manualen hin- und her wechselt. Um die Farben der Register hörbar zu machen, werden die Töne der Musik über weite Strecken gleich gelassen. Diese Einfachheit der Struktur wird durch einen komplexen additiven Rhythmus konterkariert. Die Musik schwankt in verschiedenen Dauern und blitzt in verschiedenen Zeitgestalten auf. Es findet sich kein Takt, keine Melodie, sondern nur Klangfarbe. Allmählich bleiben Töne liegen und die Musik verändert sich, bekommt Ränder und wird brüchig.


On the work

The composition "Farblichter" ("color-lights") is meant to be played on the big organ of Cologne cathedral (premiere performance: Winfried Bönig), but can also be played on a usual three-manual instrument. The music avoids traditional elements in order to directly appeal to the audience. The different colors of the rank-sets and the positions of stops in space are part of the composition, since the organist has to switch between the manuals. To make the colors of the ranks audible, the notes of the music remain unchanged for quite a while. The simplicity of the musical structure contrasts with a complex rhythm. The music alternates between different durations and flashes in different forms of time. There is no bar, no melody, only sound color. Step by step notes are left behind and the music frays and becomes more fragile.




Das Werk wurde nach seiner Uraufführung durch Winfried Bönig im Kölner Dom am 9. Oktober 2011 im Rahmen des Festivals "Orgel-Mixturen" in der Kunststation Sankt Peter (Köln) vom Komponisten gespielt. Weitere Informationen unter:

http://www.orgel-mixturen.de


Pressestimmen

Zur Uraufführung durch Winfried Bönig im Kölner Dom:

"So hat man die Orgeln im Kölner Dom noch nicht gehört. Und selten fand neue Musik eine so große und begeisterte Zuhörerschar. Als wär's ein Kandinsky-Bild, so mischt Organist und Komponist Dominik Susteck in seinem Stück 'Farblichter' die Register und Mixturen der Domorgeln wie ein Maler die Farben auf seiner Palette. In wechselnden Schattierungen, Beleuchtungen, Dichte- und Deckungsgraden taucht er durchgehaltene Zentraltöne immer wieder in verschiedenste Farben. So erlebt der Hörer zwischen grauschwarz auffauchenden Clustern und funkelndem Goldfirnis mikrotonal verstimmter Pfeifen bei gedrosselter Windzufuhr einen ganzen Farbenkreis." (Rainer Nonnenmann, in: Kölner Stadt-Anzeiger 23./24. Juli 2011)

"Ob sich der junge Organist der Kunststation St. Peter auf das große Gerhard-Richter-Fenster im Dom bezieht? Er hat sein Orgelstück nach eigener Aussage 'speziell auf die große Orgel des Kölner Doms abgestimmt'. Die Musik setzt auf Raumklang, lässt einzelne Registerfarben im Wechsel der beiden Orgeln erklingen. Bönig führte das eindrucksvoll vor. Mitunter besitzt die Musik einen futuristischen Charakter und gewinnt ihren Reiz gerade aus der Reduzierung der Mittel. Die einzelnen Bausteine aus Sustecks Werk wirken eher tastend und neugierig, als dass sie ein geschlossenes Ganzes formen wollen. Vom Hörer ist Konzentration gefordert." (Matthias Corvin, in: Kölnische Rundschau 21. Juli 2011, S. 35)

aktualisiert Montag, 10. Oktober 2011
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