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Luigi Cherubini

O salutaris hostia (ca. 1818?)
für vierst. gem. Chor (SSTB) und Klavier oder Orgel. Neuausgabe von Thomas Schwarz (1995).

  • Partitur, zugl. Chorpartitur
    ISMN M-2020-0263-6
    EURO 6,80; Staffelpreise: ab 15 Expl. je 3,30; ab 25 Expl. je 2,80
  • Orgelstimme
    ISMN M-2020-0620-7
    EURO 3,80

Luigi Cherubini (1760-1842) wurde von seinen Zeitgenossen Haydn und Beethoven bewundert und geschätzt. Beethoven nannte ihn den ersten Komponisten seiner Zeit. Cherubini wirkte hauptsächlich in Paris, Wien und London. Sein Hauptwerk konzentriert sich auf die Oper, doch im Bereich der Kirchenmusik war er sehr produktiv, zum einen in der Zeit, bevor er sich als Opernkomponist hervortat, zum anderen ab etwa 1808, als vier Messen und zwei Requien entstanden.

Den Text "O salutaris hostia" hat Cherubini mehrmals vertont. Es gibt Fassungen für eine Singstimme mit Orchester, für dreistimmigen Chor, für Männerchor, für vierstimmigen Chor sowie für vier Solisten.

"O salutaris hostia" ist die 5. Strophe des Fronleichnamshymnus "Verbum supernum prodiens" und war im 19. Jahrhundert im Sinne einer Sondertradition der katholischen Kirche in Frankreich auch allsonntäglicher Bestandteil des Propriums gewesen. Hier stand es als Gesang nach der Wandlung stellvertretend für das Benedictus. Als liturgisch sinnvoller Platz bei Aufführungen im Gottesdienst heute wäre demnach die Kommunion zu nennen, bevorzugter Platz im Kirchenjahr wären die Feiertage Gründonnerstag und Fronleichnam.

Das vorliegende "O salutaris hostia" trägt unverkennbar opernhafte Züge. Der Orgelpart könnte durchaus auch eine reduzierte Orchesterbegleitung sein; die chromatischen Läufe wie auch die Unisono-Rufe des Chores stellen einen starken Kontrast zu dem eher volkstümlich tänzerischen Anfangsgedanken dar.

Als Quelle für diese Ausgabe wurde der Erstdruck aus der Zeitschrift "Le Maitrise, Journal de musique religieuse", Paris 1857/58, herangezogen. Hier trägt es die Überschrift "O salutaris / à quatre voix / L. Cherubini (Motet Inédit)".

Der Orgelpart wurde im Erstdruck, wie auch in der vorliegenden Ausgabe auf zwei Systeme reduziert. Das erscheint auch sinnvoll, beschränkt sich doch der Pedalpart auf einige wenige Verdoppelungen der linken Hand. Eine Begleitung des Chores auf dem Klavier ist immerhin gut möglich, wenn nicht in gewissen Situationen sogar sinnvoller. Einige offensichtliche Druckfehler wurden stillschweigend berichtigt. In Takt 7, 2. Sopranstimme befindet sich die Silbe "ris" im Erstdruck auf Zz. 4, sie wurde analog zu den Parallelstellen auf Zz. 6 verrückt. An einigen Stellen hatte sich der Stecher mit der Verlängerungspunkt- und Pausensetzung geirrt. Auch dies wurde entsprechend korrigiert.

Wiesbaden, im März 1995
Thomas Schwarz


Pressestimme

"Das homophone Stück läßt sich unschwer realisieren." (musica sacra 1/1996)

aktualisiert Mittwoch, 18. Mai 2011
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