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Muzio Clementi

Sonatinen op. 36 für Klavier mit hinzukomponierter zweiter Klavierstimme von Oliver Kolb. Heft 1: Nr. 1 und 2
ISMN M-2020-1539-1
EURO 19,80


Pressestimme

"Muzio Clementi, ein Zeitgenosse Beethovens, war ein musikalischer Tausendsassa: Pianist, Dirigent, Verleger, Klavierfabrikant. Als Komponist ist er heute noch den meisten Klavierschülern durch seine Sonatinen bekannt, die Leichtigkeit und Witz vereinen. Der Pianist Oliver Kolb hat zu den sechs Sonaten op. 36, die in drei Heften veröffentlich sind, je eine zweite Klavierstimme hinzukomponiert. "Eine witzige Idee", denkt man und fragt sich doch: warum? Braucht es das? Clementis Sonatinen sind vollständige kleine Stücke, es geht ihnen nichts ab. Aber vielleicht sollte man nicht nach dem "brauchen" fragen, denn in der Kunst braucht es vieles nicht, was doch schön ist oder Laune macht. Und diese zweite Stimme macht Spaß, sofern man ein zweites Klavier im Zimmer stehen hat. Sie ist im Stil Clementis geschrieben, soll also nicht das Stück verfremden, sondern tatsächlich die Originalstimme ergänzen, kontrapunktische Momente hervorholen, bestimmte Kombinationen beleuchten und einfach ein humorvolles "Mit-der-Komposition-Spielen" im besten Sinne sein. Das erfüllt Kolbs Stimme perfekt: Sie geht manchmal parallel in Terzen, Sexten oder unison, manchmal imitiert sie und spielt mit den Themen und Motiven der Clementi-Sonatine, manchmal bleibt sie auch nur diskret begleitend in Hintergrund. Besonders erfreulich: Sie ist im gleichen - relativ einfachen - Schwierigkeitsgrad gehalten und ist so nicht nur in einer Lehrer-Schüler-, sondern auch Schüler-Schüler-Kombination spielbar. Die sorgfältige Ausgabe beinhaltet zwei Spielpartituren, die die jeweils andere Stimme kleiner gedruckt enthält. Somit ein sehr guter Einstieg ins Klavier-Duo-Spiel! Schwierigkeitsgrad: leicht." (Frank Helfrich in: Pianist, Ausgabe 2, S. 45)

aktualisiert Donnerstag, 5. März 2009
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