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Norbert Burgmüller

Sämtliche Werke für Klavier solo hrsg. von Klaus Martin Kopitz (= Denkmäler rheinischer Musik 30). 72 S., Hardcover
ISMN M-2020-1509-4
EURO 49,80
DEUTSCHER MUSIKEDITIONSPREIS 2009


Inhalt

  • Sonate f-Moll op. 8
  • Rhapsodie h-Moll op. 13
  • Polonaise F-Dur op. 16
  • Walzer Es-Dur o.op. [= Mazurka o.op.]

Beigabe: Tobias Koch [Pianoforte] spielt sämtliche Klavierwerke von Norbert Burgmüller sowie Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Frédéric Burgmüller


Dieser Band wurde ausgezeichnet mit dem Deutschen Musikeditions-Preis "Best Edition" 2009 in der Kategorie "Wissenschaftliche Einzelausgaben". Die aus Vertretern u.a. der Musikwissenschaft, der Musikkritik und der Musikwirtschaft zusammengesetzte Jury begründet ihre Entscheidung folgendermaßen: "Zu loben ist die verlegerische Leistung, wenig bekannte Werke eines Komponisten im Umfeld von Robert Schumann in qualitativ hochwertiger Form herausgebracht zu haben, versehen zudem mit wissenschaftlicher Unterstützung im kritischen Bericht. Auf den beiliegenden CDs sind die Werke Burgmüllers und von Zeitgenossen auf historischen Instrumenten eingespielt."


Pressestimmen

"In der Reihe 'Denkmäler rheinischer Musik' ist Band 30 dem Klavierwerk von Norbert Burgmüller gewidmet. Viele verbinden den Namen Burgmüller mit Friedrich (1806-1874), der durch seine pädagogischen Klavierwerke im Klavierunterricht sehr beliebt ist. Der jüngere Bruder Norbert (geb. 1810) starb 26-jährig, als er während eines Bades bei einem epileptischen Anfall ertrank. Dank Mendelssohn, der kurzzeitig in Düsseldorf Musikdirektor war, gelangten einige seiner Werke zur Aufführung. Schumann vollendete 1851 Burgmüllers zweite Sinfonie nach dessen Skizzen und würdigte dessen Klavierschaffen in einem Aufsatz, der in dieser Ausgabe abgedruckt ist. Das Klavierwerk besteht aus der Sonate f-Moll, der Rhapsodie h-Moll sowie einer Polonaise und einem Walzer. Die dreisätzige Klaviersonate ist ein großes, romantisches, effektvolles Werk. Wie viele nachklassische Sonaten ist der erste Satz formal weit strenger nach der Sonatensatzform konzipiert, als man es bei Haydn, Mozart oder Beethoven je finden würde. Dabei ist die Durchführung im Verhältnis etwas kurz. Definitiv aber ein spannendes Werk! Burgmüllers Stücke sind nicht leicht, aber für einen geübteren Spieler dankbares Repertoire. Die hochwertige und editorisch sehr sorgfältige Ausgabe beinhaltet eine CD mit einer Einspielung der Stücke mit Tobias Koch auf dem Pianoforte. […]" (Frank Helfrich in: Der Pianist 03/2009, S. 38)

"[...] In seinem Klavierwerk - eine Sonate in f-Moll op. 8, die von Brahms erwähnte Rhapsodie in h-Moll op. 13, eine Polonaise in F-Dur op. 16 und ein Walzer ohne Opuszahl - schlägt Burgmüller sofort einen ganz eigenen Ton an, der zwischen Mendelssohn und Brahms steht. Vor allem die Rhapsodie ist sehr 'brahmsisch' und hätte ohne Weiteres auch im Werk des Hamburger Meisters ihren Platz. Schumann nennt sie ein 'meisterliches Gebilde, wie in einem Moment gedacht, entworfen und vollendet' und vergleicht sie in ihrer Wirkung mit 'Göthe's Erlkönig'. Ein kurzes Stück von nur sechs Manuskriptseiten, in dessen dämonischen Staccato-Ak­korden man bereits das Brahms'sche Spätwerk herauszuhören meint.
Von gleichem Kaliber ist die 1826 - also noch vor dem Beginn seines Studiums bei Spohr und Hauptmann - entstandene f-Moll-Sonate. Überschwang und Leidenschaft eines Jugendwerkes gehen hier eine Verbindung mit großer Könnerschaft ein. Die Ecksätze sind ebenso dramatisch-brillant wie tiefsinnig, so dass sich Burgmüller gar nicht lange mit einem langsamen Satz aufhält. Was hätte aus dem Mann werden können!" (Manuel Rösler, in: Piano News 5/2008, S. 93f.)

"At his funeral Schumann said that the world of music hat not suffered such a serious loss since the death of Schubert. Norbert's piano music does not leap off the page with originality and conviction - the E flat Waltz op. 27 and E major Polonaise op. 16 are tame and unmemorable compared to works from the same genre by Chopin. The Rhapsody op. 13 is exciting, but the Sonata in F minor op. 8 extends for over 30 pages without displaying anything that could be described as electrifying. What is exceptional, however, are pianist Tobias Koch's energetic performances (on Graf [1826] and Pleyel [1835] instruments) on the complementary CD which bring the sonata vibrantly to life." (Murray McLachlan, International Piano, 9/2010)

"Norbert Burgmüller is a complete surprise to me as a composer, apart from the occasional etude. Dying at 26, Schumann in his obituary compared him to Schubert. A pupil of Spohr, he left a large trail of promising works behind him in spite of his umtimely death, including two symphonies and these attractive piano works gathered together here for the first time." (NL in Piano Journal 91 [2010], S. 37)

„[...] Burgmüller left behind him a trail of promising works including two symphonies, one overture and four entr'actes, songs, four string quartets, a trio for clarinet, guitar and viola, a piano concerto and these attractive piano works gathered together here for the first time. The works in question are the Sonata in F minor, 'Rhapsody' in B minor, 'Waltz', 'Mazurka' and 'Polonaise', all of which are brilliantly performed on the accompanying CD by Tobias Koch on an appealingly bright Pleyel piano. Each of them show remarkable originality in the thematic material, lie well within a pianistic span and are technically challenging, but the developments are a little plain and awkward, leaving the pianist with scant musical excitement or originality on which to work. Overmuch repetition of the material kills the flavour and slightly spoils the overall musical message after the initial delight of the introduction of the main themes. This is especially apparent in the lengthy 36- page Sonata but less obtrusive in the shorter works: the 'Waltz', 'Polonaise' and 'Rhapsody' where the idiomatic styles are captured and maintained. Nevertheless, if the price of this music does not put you off, these are worthy of performance venues and should be explored by all intermediate and advanced pianists who are seeking new and original repertoire to add to their concert programmes.“ (NL, in: Piano Journal 92 [2010], S. 36)

aktualisiert Freitag, 17. Dezember 2010
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