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Ignaz Joseph Pleyel

Sonata G-Dur (Klaviertrio; Benton 432) für Flöte/Violine, Violoncello und Klavier. Partitur und Stimmen
ISMN M-2020-1492-9
EURO 29,80


Pressestimmen

"[...] Laut Originaltitel sind es 3 Sonaten für Klavier oder Cembalo mit Begleitung einer Flöte oder Violine und eines Violoncellos. Wenn man das Vorwort liest, wird einem doch vieles klarer. [...] handelt es sich bei diesem G-Dur-Werk um ein für alle Beteiligten lohnendes, schönes Werk. So wird das 1. Thema des 1. Sonatenhauptsatzes mit den Hornquinten in der Reprise bei der Wiederholung durch Flöte und Cello in Moll getaucht. Analoges wiederholt sich im Schlussrondo. Dieses mit einem an Haydn gemahnenden Thema, einschließlich Alternativimitationen à la Haydn (Symphonie Nr. 88), hat viel Witz und kann auch mit einem überraschenden Trugschluss auf der Tonikaparallele Es-Dur aufwarten. Der langsame 2. Satz in g-Moll mit einem schönen Seufzerthema und pizzicato-Achteln im Cello, dessen Dreiklangsfiguren später in Gegenbewegung in der Flöte nachklappen, bietet ein gutes Beispiel eines aufgebrochenen Satzes. Insofern ist dies eine reizvolle Neuerscheinung, die allen Beteiligten viel Freude machen wird. [...]“ (Frank Michael in tibia 1/2010, S. 54 f.)

"Dass der Verleger manch bekannter komponierender Zeitgenossen, der Gründer einer Klavierfabrik, deren Marke noch heute ebenso Glanz und Tradition hat wie die nun wieder renovierte Salle Pleyel in Paris, ein unermesslich reiches kompositorisches Opus geschaffen hat, ist wenig bekannt. Für seine wenigstens damals sehr populäre Orchester- und Kammermusik von 'spielerischer Leichtigkeit' im Stile der Wiener Klassiker ist dieses brillante Trio, gewidmet der Königin von England, ein besonders schönes Beispiel. Die verstreut aufgefundenen Stimmen ermöglichten die Ausgabe dieser praktischen Klavierpartitur." (Eckart Rohlfs, in: nmz 6/2008, S. 40)

Der folgende Text ist eine Sammel-Rezension der drei in der Edition Dohr erschienenen Klaviertrios Benton 431-433:

"Seinen guten Ruf als Komponist erwarb sich lgnaz Joseph Pleyel, Schüler Haydns und Vanhals, vor allem mit Kammermusik für das gebildete Bürgertum: Während seine Violinduos seit langem einen festen Platz in der Unterrichtsliteratur behaupten können und auch eine kleine Auswahl seiner Sinfonien und Konzerte noch immer erhältlich ist, gerät mit der Feier seines 250. Geburtstags nun auch das kammermusikalische Werk ans Licht. Mit einer Auswahl seiner Klaviertrios legt die Edition Dohr nun einen weiteren Beitrag zur Diskussion um den zu Lebzeiten ebenso bekannten wie heute fast vergessenen Komponisten vor. Die drei Trios in C-Dur, G-Dur und B-Dur entstammen einer Sammlung, die Pleyel der Königin von England widmete und die vermutlich noch vor 1800, in jedem Falle jedoch vor 1810 entstanden ist. In stilistischer Hinsicht stehen sie eher Vanhal als Haydn nahe: Klare Strukturen treffen auf eine fantasievolle und erfindungsreiche Ausgestaltung, die sich dabei auch formaler Experimente bedient und ein breites Spektrum an 'Affekten' darlegt. Dass es sich vermutlich um relativ früh entstandene Werke handelt, darauf deutet auch die auffällige Vorrangstellung hin, die Pleyel dem Klavier zugesteht.
Bei der Zusammenstellung der Einzelsätze scheint Pleyel viel Wert auf Abwechslung gelegt zu haben. So vertritt in der ersten Sonate ein Rondo die Stelle des langsamen Mittelsatzes, der in ein burschikoses 6/8-Rondo mit Jagdmotivik übergeht. Einen traditionellen langsamen Satz enthält nur das mittlere der drei als 'Sonaten' bezeichneten Trios, ein ausdrucksvolles Adagio in g-Moll, in dem zur Abwechslung einmal die beiden Streichinstrumente die Führung übernehmen. Ein hurtiges Rondo beschließt das Werk, das mit seiner überschäumenden Motivik Vergleiche mit Mozarts G-Dur-Klavierkonzert KV 453 nicht nur provoziert, sondern auch aushält. Die letzte der drei 'Sonaten' kommt gar ohne Mittelsatz aus – einem ersten Satz, in dem die klassische Form des Sonatenhauptsatzes nur von weitem grüßt, und einem 'Andante con variasioni', das in heiterer Ruhe vor sich hin zieht." (Manuel Rösler in: ensemble 2/2008, S. 46)

aktualisiert Montag, 18. Januar 2010
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