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Friedrich Kiel

Leichte vierhändige Klavierstücke op. 13 (1856)
ISMN M-2020-1369-4
EURO 16,80

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"Der westfälische Komponist und Musikpädagoge Friedrich Kiel, geboren 1821, erhielt ab 1835 seine musikalische Ausbildung am Hofe des musikliebenden Fürsten zu Wittgenstein-Berleburg. Kiel komponierte schon früh und wirkte in jungen Jahren bereits als Hofkapellmeister und Musikerzieher der Fürstenkinder. Mit 21 Jahren konnte er dank eines Stipendiums des Fürsten in Berlin Musik studieren. Danach war er jahrelang freischaffender Komponist, Pianist und Pädagoge, bis er als Professor für Komposition erst an das Sternsche Konservatorium Berlin, kurz danach an die neu gegründete Hochschule für Musik Berlin berufen wurde. Zu seinen zahlreichen Schülern zählen unter anderem Ignaz Paderewski, Charles Stanford und Elise Schumann, Tochter von Clara und Robert Schumann. Friedrich Kiel starb 1885 in Berlin an den Folgen eines Verkehrsunfalls.
Kiel hat ein reiches Œuvere hinterlassen: Kammermusik für verschiedene Besetzungen, darunter Klaviertrios, Klavierquintette, Werke für Orgel, zahlreiche Chorwerke, unter anderem zwei Oratorien, und viel Klaviermusik für zwei und vier Hände.
Die drei oben aufgeführten Hefte [Zwei kleine Sonaten op. 6; Ländler op. 66; Leichte vierhändige Klavierstücke op. 13] sind von Christoph Dohr revidiert und neu herausgegeben worden. Zwar gibt es leider keine Fingersätze, das Notenbild ist aber sehr übersichtlich und angenehm zu lesen. Primo und Secondo sind übereinander gedruckt, so dass beide Spieler den jeweils anderen Part gut verfolgen können. Bei allen drei Heften sind Primo- und Secondopart meist im ähnlichen Schwierigkeitsgrad, der Secondospieler sollte allerdings Oktaven greifen können.
[...] Auch die 'Leichten vierhändigen Klavierstücke' op. 13 sind eine Bereicherung für den Unterricht. Sie sind etwas leichter als die Ländler, etwa in der Unterstufe 2 bis zur Mittelstufe angesiedelt. Wir finden hier acht abwechslungsreiche romantische Charakterstücke mit Titeln wie 'Kosackisch', 'ungarisch', 'Lied' und 'Romanze'. Die ersten sieben Stücke sind sehr kurz, circa 24 bis 40 Takte, das letzte, ein Rondo mit der Bezeichnung 'Presto', ist deutlich länger, aber kaum schwieriger. Der Secondopart ist nicht nur Begleitung, sondern hat – wie in den anderen beiden Heften auch – thematisch einiges zu bieten.
Alle drei Hefte sind – trotz der fehlenden Fingersätze – für Unterricht und Konzert, für die Hausmusik und auch für 'Jugend Musiziert' sehr gut geeignet. Es wäre zu wünschen, dass sie eine weite Verbreitung erfahren könnten. Friedrich Kiel – eine Neuentdeckung wert!" (Frauke Uerlichs in nmz)

aktualisiert Montag, 14. Mai 2007

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