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Johann Christian Heinrich
Rinck

Lobe den Herrn meine Seele. Motette zu vier Singstimmen (Chor u. Soli) und obligater Orgelbegleitung op. 88. krit. rev. Neuausgabe (Dohr). Partitur.
ISMN M-2020-1175-1
EURO 10,80

"Johann Christian Heinrich Rinck (1770–1846) ist von seiner Zeit her in die Epoche der Spätklassik einzuordnen. Historiker bescheinigen ihm eine große Literaturkenntnis, besonders der Werke Haydns und Mozarts. 1827 hatte er den ersten Klavierauszug zu Beethovens 'Missa Solemnis' erstellt. Er selbst fühlt sich aber auch der Polyphonie der alten Meister sehr verbunden. All dies fließt in seinen durchaus erkennbaren Personalstil mit ein. Die beiden Chorwerke der 'Charfreytagskantate' und 'Lobe den Herren meine Seele' sind zwei deutliche Beispiele für die Vielseitigkeit des Komponisten. Während 'Lobe den Herren' eine durchgehend polyphone Struktur aufweist, wechselt die 'Charfreytagskantate' zwischen getragenen, homophonen Choralabschnitten und Solo-Rezitativen. Sie eignet sich besonders gut für Passionsmusiken, kann aber auch bei guter Einteilung als kommentierender Beitrag zur Passion am Palmsonntag eingesetzt werden. Die besonders schöne und cantable Stimmführung in beiden Werken gibt ihnen die Chance, auch bei Laienchören beliebte Repertoirestücke zu werden." (ci in Kirchenmusik im Bistum Limburg 2/2006)

'"Lobe den Herrn, meine Seele' ist eigentlich eine Motette. Die Klavier- bzw. Orgelbegleitung spielt nahzu notengetreu den Vokalpart mit und könnte theoretisch auch wegbleiben. Nach einer kurzen Einleitung, die später noch einmal als Zwischenspiel wiederkehrt, folgt eine Choralbearbeitung über das Lied 'Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut' mit cantus firmus im Alt - eine sehr reizvolle Choralbearbeitung, allerdings sehr instrumental gedacht und nicht einfach zu singen. Auf einen ruhigen Mittelteil 'Ich rief zum Herrn in meiner Not' folgt die Schlussfuge 'Und vergiss nicht, was er dir gutes getan hat.' Sie ist nun sehr vokal gedacht und auch von nicht so leistungsfähigen Chören zu bewältigen – ein lohnenswertes Stück." (sl in Württembergische Blätter für Kirchenmusik 01/2007, S. 28f.)

aktualisiert Montag, 12. Februar 2007

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