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Pressestimme:
"Johann Christian Heinrich Rinck (17701846) ist von seiner Zeit her in die Epoche der Spätklassik einzuordnen. Historiker bescheinigen ihm eine große Literaturkenntnis, besonders der Werke Haydns und Mozarts. 1827 hatte er den ersten Klavierauszug zu Beethovens 'Missa Solemnis' erstellt. Er selbst fühlt sich aber auch der Polyphonie der alten Meister sehr verbunden. All dies fließt in seinen durchaus erkennbaren Personalstil mit ein. Die beiden Chorwerke der 'Charfreytagskantate' und 'Lobe den Herren meine Seele' sind zwei deutliche Beispiele für die Vielseitigkeit des Komponisten. Während 'Lobe den Herren' eine durchgehend polyphone Struktur aufweist, wechselt die 'Charfreytagskantate' zwischen getragenen, homophonen Choralabschnitten und Solo-Rezitativen. Sie eignet sich besonders gut für Passionsmusiken, kann aber auch bei guter Einteilung als kommentierender Beitrag zur Passion am Palmsonntag eingesetzt werden. Die besonders schöne und cantable Stimmführung in beiden Werken gibt ihnen die Chance, auch bei Laienchören beliebte Repertoirestücke zu werden." (ci in Kirchenmusik im Bistum Limburg 2/2006)
"Die 'Charfreytags-Kantate' ist ein ausgewachsenes Stück von einer Viertelstunde Dauer. Der Schwierigkeitsgrad ist für Orgel wie für Chor [...] von nebenberuflichen Kräften gut zu bewältigen. Lediglich um den Einsatz von wenigstens semiprofessionellen Gesangssolisten (TB) kommt man nicht herum. Im Eingangsteil wird ein vierstimmiger Männer- und ein dreistimmiger Frauenchor verlangt. Die Orgel spielt diese Passagen allerdings colla parte mit, sodass man an diesen kurzen Stellen vielleicht etwas 'tricksen' könnte, wenn einem das Stück ansonsten zusagt. Es ist halt ein Kind seiner Zeit mit den damals üblichen schwülstigen Passionstexten: 'Der Menschenfreund, er ist nicht mehr' 'O Durst nach Blut, o blinde Wut' 'Von Gott gesandt, vom Wahn verkannt, geht er mit himmlischer Geduld für fremde Schuld die grausenvolle [sic!] Bahn zum Kreuz hinan.' Wer sich mit diesen Texten anfreunden kann, hat Zugang zu einem Stück, bei dem im Wechsel von Rezitativen und Chorabschnitten sehr subjektiv des Todes Jesu gedacht wird. Auch die musikalische Qualität muss als eher kleinmeisterlich bezeichnet werden. Dennoch verdient das Stück mit seiner dramaturgischen Anlage, die auf die im Schlusschor in strahlendem G-Dur erreichte Kernaussage 'Jesus Christus ist der Herr, der Heiland der Welt. Dich preisen wir, dir folgen wir.' hinzielt, Beachtung." (sl in Württembergische Blätter für Kirchenmusik 01/2007, S. 29)
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