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Ferdinand Bruckmann

Noli me tangere. (1992) 5 Miniaturen für Orgel
ISMN M-2020-0076-2
EURO 5,80

"Nihil", "Vacat" , "Noli me tangere" hießen auf manchen Orgeln die nur aus optischenGründen angebrachten Scheinregister (auf deutsch also: "Nichts", "Fehlt", "Rühr mich nicht an").

Ferdinand Bruckmann hat den Titel zu seiner Komposition zum einen Teil eher scherzhaft gemeint (denn welcher Komponist würde schon abraten, sein Werk zu spielen) , zum anderen ist aber "Noli" die Abkürzung des Namens eines Bruckmann befreundeten Kollegen: Norbert Linke, der ein Meister solch versteckter Anspielungen und von Wortspielen ist. Der Titel sollte - als Widmumg - also heißen: Norbert Linke soll das Stück spielen.

Die Sätze des Werkes sind zum Teil "Nachrichten aus der Werkstatt eines Komponisten". So wird zum Beispiel im ersten Satz vorgeführt, wie - durch Hinzufügen von immer mehr Tönen - ein zwölftöniger Akkord entsteht (im letzten Satz entsprechend durch Wegnehmen Schrumpfen des Akkords bis zu einem Ton). Im zweiten Satz entstehen die Dissonanzen durch Gegeneinanderführen von Terzen; "Fließen" deutet den Charakter des 3. Satzes an ebenso "Capriccio" die Laune des Vierten.

Insgesamt ist das Stück nicht allzu schwer auszuführen, daher sogar für ehrgeizige Pianisten machbar, die einmal einen "Ausflug" in andere instrumentale Bereiche wagen wollen.

Das Werk ist auch als Bearbeitung mit dem Titel "5 Miniaturen" für Zupforchester (ISMN M-2020-0243-8) erschienen.


aktualisiert Freitag, 11. April 2008
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