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Heinrich Schütz wurde 1585 in Köstritz geboren. Wichtig in seiner musikalischen Ausbildung war eine dreijährige Studienreise nach Venedig, wo Schütz bei Giovanni Gabrieli lernte, den er zeit seines Lebens als einzigen zu seinen Lehrern zählte. Als Frucht der Reise entstand eine Madrigalsammlung Il Primo libro di Madrigali (1611 publiziert). 1617 wurde Schütz in Dresden Kapellmeister; dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne. In dieser Funktion schuf Schütz geistliche und weltliche Werke; letztere wurden jedoch seinerzeit als "Gebrauchsmusik" angesehen und entsprechend behandelt, mit der Folge, dass kaum etwas davon überliefert ist.
Der Dreißigjährige Krieg, der 1618 ausbrach, brachte das kulturelle Leben fast zum Erliegen; vor diesem Hintergrund sind die auf geringeres Maß zurückgefahrenen Besetzungen in Schützens Werken dieser Zeit zu verstehen. 1828 reiste Schütz noch einmal nach Italien; nun begegnete er Claudio Monteverdi, die Symphoniae sacrae sind dieses Mal der "zählbare Erfolg". Neben seiner Tätigkeit in Dresden war Schütz auch in Kopenhagen als Kapellmeister beschäftigt; Kontakte hatte er auch - unter anderem - nach Hannover, Wolfenbüttel und Weimar. In seiner Heimat, wo Schütz seinen Lebensabend verbrachte, enstanden in den 1660er Jahren drei Passionen und das Weihnachtsoratorium, 1671 schließlich der sogenannte Schwanengesang. Heinrich Schütz starb am 6. November 1672 im Alter von 87 Jahren.
Schütz ist der wichtigste deutsche Vertreter des Frühbarock. In einigen Gattungen kann er als Wegbereiter gelten; so schuf er die erste deutsche Oper (nicht erhalten), und die Kleinen geistlichen Konzerte haben der deutschen Kantate den Boden bereitet. Er war der erste deutsche Komponist, der europäische Bedeutung erlangte. Die Stile der italienischen und deutschen Musik verschmolz er zu einem eigenständigen Personalstil. Die überlieferten Werke sind fast ausschließlich geistlicher Natur; die Ausnahme bildet das oben erwähnte Madrigalbuch.
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Kompositionen mit Schütz-Bezug
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