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Verlag Christoph Dohr Köln

aktualisiert
Dienstag, 22.08.2017 15:16

Komponist

Heinrich Schütz

Heinrich Schütz
 

Vita

Heinrich Schütz wurde 1585 in Köstritz geboren. Wichtig in seiner musikalischen Ausbildung war eine dreijährige Studienreise nach Venedig, wo Schütz bei Giovanni Gabrieli lernte, den er zeit seines Lebens als einzigen zu seinen Lehrern zählte. Als Frucht der Reise entstand eine Madrigalsammlung "Il Primo libro di Madrigali" (1611 publiziert). 1617 wurde Schütz in Dresden Kapellmeister; dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne.
In dieser Funktion schuf Schütz geistliche und weltliche Werke; letztere wurden jedoch seinerzeit als "Gebrauchsmusik" angesehen und entsprechend behandelt, mit der Folge, dass kaum etwas davon überliefert ist.
Der Dreißigjährige Krieg, der 1618 ausbrach, brachte das kulturelle Leben fast zum Erliegen; vor diesem Hintergrund sind die auf geringeres Maß zurückgefahrenen Besetzungen in Schützens Werken dieser Zeit zu verstehen.
1828 reiste Schütz noch einmal nach Italien; nun begegnete er Claudio Monteverdi, die "Symphoniae sacrae" sind dieses Mal der "zählbare Erfolg".

Neben seiner Tätigkeit in Dresden war Schütz auch in Kopenhagen als Kapellmeister beschäftigt; Kontakte hatte er auch - unter anderem - nach Hannover, Wolfenbüttel und Weimar. In seiner Heimat, wo Schütz seinen Lebensabend verbrachte, entstanden in den 1660er Jahren drei Passionen und das Weihnachtsoratorium, 1671 schließlich der sogenannte "Schwanengesang".
Heinrich Schütz starb am 6. November 1672 im Alter von 87 Jahren.

Schütz ist der wichtigste deutsche Vertreter des Frühbarock. In einigen Gattungen kann er als Wegbereiter gelten; so schuf er die erste deutsche Oper (nicht erhalten), und die "Kleinen geistlichen Konzerte" haben der deutschen Kantate den Boden bereitet. Er war der erste deutsche Komponist, der europäische Bedeutung erlangte. Die Stile der italienischen und deutschen Musik verschmolz er zu einem eigenständigen Personalstil. Die überlieferten Werke sind fast ausschließlich geistlicher Natur; die Ausnahme bildet das oben erwähnte Madrigalbuch.

Titel in der Edition Dohr

Titel im Verlag Dohr

 

 


Titel in der Edition Dohr

Kompositionen mit Schütz-Bezug

Lothar Graap

Wohl denen, die da wandeln
Choralpartita für Solostimme, Chor und Orgel

[auf eine Melodie von Heinrich Schütz]

Partitur, zgl. Chorpartitur

M-2020-3336-4
EURO 6,80; ab 15 Expl. je EURO 3,30; ab 25 Expl. je EURO 2,50

Coverabbildung Inhalt

Kurt Grahl

"ALSO ... und nicht anders" (1989; Text: Joh. 3,16 / H. G. Beutler)
für fünfstimmigen gemischten Chor (SATTB) a cappella (unter Verwendung von Zitaten aus der Motette "Also hat Gott die Welt geliebet" von Heinrich Schütz

Partitur, zgl. Chorpartitur

M-2020-0489-0
EURO 6,80; ab 15 Expl. je EURO 3,30, ab 25 Expl. je EURO 2,50

Coverabbildung Inhalt

Heinz-Albert Heindrichs

Passionskadenzen (1988)
für Flöte solo zur Johannes-Passion von Heinrich Schütz

M-2020-1451-6
EURO 9,80


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Titel im Verlag Dohr

Schütz-Dokumente

hrsg. vom Heinrich Schütz-Archiv der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden

 

Band 1

Schriftstücke von Heinrich Schütz

Unter Verwendung der von Manfred Fechner und Konstanze Kremtz nach den Quellen erarbeiteten Textübertragungen herausgegeben von Michael Heinemann

 

446 S., Register, Leinen

ISBN 978-3-936655-80-3
EURO 98,--

Band 2

Eberhard Möller
Beiträge zur Schütz-Forschung

hrsg. von Michael Heinemann

226 S., Register, Leinen

ISBN 978-3-936655-81-0
EURO 58,--

Band 3

Michael Heinemann
Die "alte" Musik im 17. Jahrhundert

Der Streit zwischen Marco Scacchi und Paul Siefert

189 S., Notenbeispiele, Leinen

ISBN 978-3-86846-113-8
EURO 58,--

Band 4

Marco Scacchi
Cribrum Musicum

Kommentierte lateinisch-deutsche Edition der Ausgabe Venedig 1643 inkl. Auflösung des Rätselkanons

hrsg. von Michael Heinemann

388 S., Notenbeispiele, Leinen

ISBN 978-3-86846-114-5
EURO 118,--

Band 5

Iudicium Cribri Musici
Dokumente zum Streit zwischen Marco Scacchi und Paul Siefert

Kommentierte lateinisch/italienisch-deutsche Edition der der Schriften von Paul Siefert, Marco Scacchi und Hieronymus Ninius

hrsg. von Michael Heinemann

227 S., Notenbeispiele, Leinen

ISBN 978-3-86846-115-2
EURO 78,--


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