| Arvo Pärt wurde am 11. September 1935 in Paide (Estland) geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in der Heimat. Nach frühen neoklassischen Werken beschäftigte sich Pärt mit der Zwölftontechnik und der seriellen Musik, was von den sowjetischen Behörden nicht gern gesehen wurde; einen zeitweiligen Ausweg fand der Komponist in der Collagetechnik. Das für Pärt typische religiöse Element findet sich bereits hier.
Die Musik, für die der Este heute bekannt ist, entstand jedoch erst nach einer Schaffenspause und Neu-Orientierung; nun legte Pärt den gregorianischen Gesang sowie die frühe Renaissance-Polyphonie seinem Schaffen zu Grunde. Diese ganz neue Klangwirkung wird "Tintinnabuli-Stil" genannt. 1980 emigrierte Pärt nach Deutschland, kehrte jedoch in das unabhängige Estland wieder zurück. Pärts Schaffen erfreut sich großer Beliebtheit; der Komponist wurde dann auch mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
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Buch:
- Hermann Conen (Hg.): Arvo Pärt. Die Musik des Tintinnabuli-Stils.
Mit Beiträgen von Hermann Conen, Leopold Brauneiss, Paul Hillier und Andreas Peer Kähler.
202 S., zahlreiche Notenbeispiele, Werkverzeichnis (Stand: Oktober 2006), Werk- und Namenregister, Kurzbiographien.Hardcover.
ISBN 978-3-936655-33-9
EURO 34,80

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Obwohl Pärts Musik nunmehr seit Jahrzehnten weltweite Verbreitung gefunden haben, ist er der bekannteste Unbekannte unter den zeitgenössischen Komponisten geblieben. So schnell erreichbar seine Musik geworden ist, so rätselhaft blieben die Gründe und Hintergründe seiner Poetik.
So schießen in der Musikpublizistik die simplen (und selten gut gemeinten) Etikettierungen ins Kraut, vom "antimodernen Naiven" bis zum "New Age-Apostel". Für den schnellen Zugriff bleibt Pärt jedoch weiterhin nicht zu fassen.
Nach langer Vorbereitung legt Hermann Conen hier die erste deutschsprachige Monographie zur Musik des Meisters aus Estland vor. Auf 200 Seiten unternehmen ausgewiesene Experten Tauchfahrten in die Tiefe des Tintinnabuli-Stils.
Kurzbewertung:
Kurzkritik in der Rubrik "Fach-Bibliothek" der ÖMZ, Heft 3-4/2007, S. 87:
- neue wissenschaftliche Erkenntnisse: +++
- Einarbeitung des Forschungsstandes: +++
- Benützerfreundlichkeit: +
- Vermittlungsqualität: +
[Skala reicht von --- bis +++]
(das Inhaltsverzeichnis und weitere Pressestimmen finden Sie hier)
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