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Nach dem Abitur an einem Koblenzer Gymnasium 1985 studierte Ute Mittelberg Schulmusik mit dem Hauptfach Orgel an der Musikhochschule Köln sowie Klassische Philologie und Pädagogik an der Universität zu Köln. 1990 legte Ute Mittelberg das 1. Staatsexamen in den genannten Fächern ab und promovierte 1991 bei Prof. Dr. Clemens Zintzen zum Dr. phil. mit dem Hauptfach Klassische Philologie und den Nebendisziplinen Musikwissenschaft (bei Prof. Dr. Dietrich Kämper) und Pädagogik (bei Prof. Dr. Clemens Menze). Ihre Dissertation ist eine Untersuchung zum Kunstverständnis eines bedeutenden Florentiner Renaissancehumanisten im Quattrocento, Marsilio Ficino (1433-1499).
Nach zweijährigem Referendariat am Studienseminar Koblenz für das Lehramt an Gymnasien und dem 2. Staatsexamen 1993 unterrichtete Dr. Ute Mittelberg bis 1998 Latein und Musik am Peter-Jörres-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit Februar 1998 ist sie Pädagogische Assistentin am Institut für Musikwissenschaft und Musik der Universität Koblenz-Landau. Ab August 2002 unterrichtet Dr. Ute Mittelberg am altsprachlichen Görres-Gymnasium in Koblenz.
Derzeit beschäftigt sie sich mit der philosophisch begründeten Musikauffassung des Florentiner Kanzlers Coluccio Salutati (1331-1406) sowie mit den Wechselwirkungen zwischen der Musica practica und der Musica speculativa des italienischen Trecento.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit an der Koblenzer Universität archivierte Dr. Ute Mittelberg die Sicherheitsverfilmung der Sammlung Offenbach (wurde in Koblenz im Rahmen des Umzugs versehentlich komplett vernichtet) des Historischen Archivs der Stadt Köln (stürzte 2009 ein) und setzte sich intensiv mit Jacques Offenbachs Einakter Daphnis et Chloé auseinander; Schwerpunkte hierbei waren, die Entwicklungslinien des Librettos aufzuzeigen und das Verhältnis von Text und Vertonung zu untersuchen.
Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren in der Kirchenmusik als Organistin und Chorleiterin und war zeitweise Schriftführerin der deutschen Jacques-Offenbach-Gesellschaft Bad Ems.
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- Daphnis et Chloé von Jacques Offenbach. Ein Beitrag zur Libretto-Forschung im 19. Jahrhundert. 384 S., Notenbeispiele, Register, Pb geb. (= Beiträge zur Offenbach-Forschung, hrsg. von Christoph Dohr, Bd. III)
ISBN 978-3-925366-92-5
EURO 49,80
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Die promovierte klassische Philologin und Musikwissenschaftlerin Ute Mittelberg arbeitet in diesem Offenbach-Forschungs-Beitrag interdisziplinär: Der erste Teil ihrer Studie ist ein Beitrag zur Libretto-Forschung. Ausgehend von einer antiken Hirtengeschichte, entstehen in dichter Folge in der Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere eng verwandte Vaudevilles - bis hin zur Offenbachschen Textvorlage. Synopsen lassen im dritten Teil den Leser diese Wandlungen nachvollziehen.
Im zweiten Teil der Studie analysiert die Autorin - trotz prekärer Autographen-Situation - Offenbachs äußerlich "leichte", in der Faktur aber sehr fein gearbeitete Kompositionsweise: Bewusst und wiederholt eingesetzte musikalische Stilmittel - für bestimmte Situationen charakteristische Tonarten wie Taktarten und eine konsequente, am Inhalt orientierte Instrumentierung - präsentieren sowohl eine Musik von entfachender Rhythmik, von entwaffnendem Esprit und mit rasanten Tempi, aber auch eine Musik, in denen romantisches und bukolisches Sentiment auf charmante Weise den Hörer umschmeicheln.
Die Studie zu Offenbachs "Daphnis et Chice" von Ute Mittelberg erschien als dritter Band der "Beiträge zur Offenbach-Forschung".
(Inhalt)
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