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August Eduard Grell, geboren am 6. November 1800 in Berlin, gestorben am 10. August 1886 daselbst, war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine der herausragenden Persönlichkeiten des Berliner Musiklebens. Er bekleidete die Positionen des Domorganisten, des königlichen Musikdirektors, des Leiters der Zelterschen Liedertafel und der Berliner Singakademie. Grell wurde mit einem Platz im Senat der Akademie der Künste, mit dem Professoren-Titel und unter anderem mit der Ehrendoktorwürde der Theologie geehrt.
August Eduard Grell galt zu Lebzeiten als bedeutender Vokalkomponist; dies so sehr, dass Mendels musikalisches Lexikon (Redaktionsstand Ende der 1870er Jahre) ihn in einem ausführlichen Artikel als "der reinen Instrumentalmusik abhold" (Bd. 4, S. 352) bezeichnet. Nichtsdestotrotz führt Wilhelm Virneisel in seinem wiederum ausführlichen Artikel für MGG I (Bd. 5, Sp. 802 bis 810) einige kleinere Instrumental-Kompositionen auf, darunter auch das hier in einer revidierten Neuausgabe vorgelegte Larghetto F-Dur für vier Violoncelli.
Das Larghetto F-Dur ist unter die Gelegenheitswerke zu rechnen, und seine Entstehung ist bisher ebensowenig wie der Erstdruck des Berliner Verlegers Sulzer datierbar.
Die hier vorgelegte Neuausgabe basiert auf einem Exemplar der Druckausgabe, das sich heute in der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz - befindet. Der Herausgeber dankt namentlich Herrn Peter Thüringer für die Bereitstellung des Materials. Einige wenige kleinere Fehler im Stich und Inkonsequenzen in der Artikulation der Erstausgabe wurden korrigiert.
© Christoph Dohr
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- Larghetto F-Dur (ca. 1870) für vier Violoncelli. Partitur und Stimmen.
ISMN M-2020-0159-2
EURO 10,80
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